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Zehnthaus Jockgrim
Jockgrim, Ludwigstraße 26 - 28. Jährlich mehrere Ausstellungen in den Bereichen Malerei, Plastik, Graphik. Zeiskam (GER)
westlich von Germersheim, 2.261 Einwohner, 774 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Bellheim

Zell
Ortsteil von Zellertal.

Zellertal (KIB)
zw. Kirchheimbolanden und Worms an der B 47, an der Pfrimm, 1.254 Einwohner Zusammenschluss der Orte und heutigen Ortsteile Zell, Harxheim und Niefernheim. Das Wirken des Priesters Philipp (um 760) und dessen Erhebung zum Heiligen machten Zell zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Die Gründung der geistl. Niederlassung (Cellula) im OT Zell ist in einer Urkunde von 850 belegt. 975 erhielt Zell eine Stiftskirche und 1135 das Marktrecht. Das Stift wurde 1553 aufgelöst. Im Frühjahr 1996 wurde der Ortskern des OT Zell zur Denkmalzone erklärt. Innerhalb der Denkmalzone befinden sich mehrere Einzeldenkmäler: Die Prot. Kirche wurde zwischen 1607 und 1615 erbaut, im 30jährigen Krieg zerstört und zu Beginn des 18. Jhdts. wieder aufgebaut. Die Kath. Kirche St. Philipp entstand Mitte des 18. Jhdts. Ihre Ausstattung ist zum Teil noch aus dieser Zeit. An der Nordseite befindet sich ein Votivbild mit der Legende des Hl. Philipp. Die ehemalige Bäckerei ist eine geschlossene Hofanlage, die 1750 erbaut wurde. Markant sind die rundbogige Haustür und die originalen Klappläden. Die "Golsen-Stiftung" ist die größte Hofanlage am Ort. Das straßenbildprägende Wohnhaus wurde um 1883 als verschindeltes Fachwerk für den Weingutsbesitzer August Golsen errichtet. Zum Haus gehören Nebengebäude und der gegenüberliegende Park. Hier fanden 1947 Sitzungen des Verfassungsausschusses statt, der über die Neugründung des Landes Rheinland-Pfalz beriet. Das Anwesen Hauptstraße 19, die ehemalige Kollektur, war einst Domizil für den Kollektor der Universität Heidelberg. Später wurde es als Gasthaus genutzt. Zum Laufbrunnen in der Hauptstraße, der die Inschrift "Gemeinde Zell 1877" trägt, gehört ein aus Gusseisen montierter Trog. Ebenfalls in der Hauptstraße befindet sich ein gusseisener Brunnen, in den mit gotisierenden Ornamenten die Inschrift "Gemeinde Zell 1882" eingeprägt ist. Das Wegkreuz aus Sandstein, das 1756 errichtet und 1907 renoviert wurde, gehört ebenfalls zu den Einzeldenkmälern innerhalb der Denkmalzone.
Durch die urkundliche Erwähnung des Weinbaus in 708 gilt Zell als älteste weinbautreibende Gemeinde in der Pfalz. Das Anbaugebiet Zellertal umfasst das mittlere Pfrimmtal und das Leiselsbachtal mit einer Rebfläche von 550 ha und 15 Weinlagen. Die Geschichte des Ortes spiegelt sich im Museum für Ortsgeschichte und Weinbau wider. Info: VG Göllheim

Zellertal
Tal entlang der mittleren Pfrimm, ungefähr von Albisheim bis Wachenheim. Die gleichnamige Weinlandschaft umfasst das mittlere Pfrimmtal und das Leiselsbachtal mit einer Rebfläche von 550 ha und 15 Weinlagen.

Zellertaler Kriegerdenkmal
Seit 1928 erhebt sich mitten in einer der besten Weinlagen des Zellertals ein Ehrenmal. Als Denkmal ehrt es die Gefallenen der beiden Weltkriege, als Wahrzeichen prägt es maßgeblich das Landschaftsbild. Experten beschreiben es als eine in expressionistischer, gotisierender Formensprache errichtete sechsseitige, turmartige Halle mit hohen Spitzbogenarkaden. Sie ist erbaut aus Kalksteinquadern, die, der Natur und Landschaft angepasst, aus Albisheim stammen. Abgeschlossen wird das Bauwerk mit einer polygonalen, abgestuften Bekrönung, die aus drei sechseckigen Aufsätzen besteht, die zueinander versetzt angeordnet sind. In dem obersten Aufsatz befindet sich eine mit Schamottesteinen ausgekleidete Flammenschale. Der „in zeittypischer Weise heroisierende Monumentalbau“ ist 15 m hoch. Er stellt einen offenen Raum dar und hebt sich durch seine Durchbrochenheit gut von der Bergsilhouette ab. An den Innenseiten der sechs Pfeiler sind Tafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten von sechs Zellertaler Gemeinden angebracht. Im Innenraum hängt an einer langen Bronzekette ein Eisernes Kreuz. Zwei Treppen führen zu dem Ehrenmal. Der Vorplatz ist mit steinernen Ruhebänken ausgestattet.

Zeppelinturm
Bad. Dürkheim. Bereits 1854 war auf dem Ebersberg (342 m) ein Turm errichtet worden, der zur Erinnerung an den Krimkrieg den Namen „Malakoffturm“ trug. Um 1909 benannte man ihn um in „Zeppelinturm“, um an den Flug eines Zeppelins über Bad Dürkheim zu erinnern. Nach dem der „Zahn der Zeit“ genagt und ein Waldbrand 1971 den Turm noch mehr beschädigt hatte, wurde er 1974 durch den Pfälzerwaldverein Seebach wieder hergestellt. Wegen seiner originellen Form wird der Turm von den Einheimischen „Schneckenudel“ genannt. Wer die Serpentinen erklommen hat, blickt zuerst auf die Stadt Bad Dürkheim und die sie umgebende Weinregion. Sehr gut zu sehen sind im Norden der Bismarckturm, die Klosterruine Limburg sowie im Osten die Chemiestadt Ludwigshafen mit dem BASF-Gelände. Mit dem Fernglas erkennt man im Südosten Speyer mit dem Kaiserdom. Natürlich liegen auch zahlreiche Berge des Pfälzerwaldes im Blickfeld. Bei schönem Wetter kann man es sich auf zwei Bänken auf dem Turm gemütlich machen. Wie erreicht man den Turm? Auf der B 271 Richtung Neustadt fahren und vor dem Stadtausgang der Beschilderung Seebach folgen. Man kommt zunächst auf die Seebacher Straße, die in die Hammeltalstraße übergeht. Diese Straße führt bergan und nach mehreren Kilometern (z. T. durch den Wald) zu dem Pfälzerwald-Parkplatz „An den drei Eichen“. Mit dem Rundwanderweg Nr. 5 (siehe Orientierungskarte) gelangt man zum Ebersberg. Strecke insgesamt 3,5 km. Tipp: Die Hammeltalstraße führt an der Siedlung „Im Burgfrieden“ vorbei. Gegenüber dem Haus Nr. 90 beginnt ein Wanderweg, der auf den Weg Nr. 5 und schneller zum Turm führt. Parken in der Nähe der Waldschenke. Gehzeit ca. 20 Minuten.

Ziegeleimuseum
Jockgrim, Untere Buchstraße 26. Das Museumsgebäude dokumentiert die rund 100-jährige Geschichte der Herstellung von Ziegeln und anderen Tonerzeugnissen der ehem. Falzziegelfabrik Carl Ludowici. Die Besucher können u.a. den Werdegang eines Ziegels vom Entwurf bis zum Endprodukt nachvollziehen und einen interessanten Rundgang durch den teilweise erhaltenen Ringofen (ca. 90 m lang) unternehmen. Im Foyer werden Dokumente zur Firmen- und Ortsgeschichte gezeigt. Öffnungszeiten: Sonntag 14 - 16 Uhr. Auskunft: Telefon 07271 52895. Internet: www.jockgrimm.de

Zinnfiguren im Winzerhaus
Freinsheim, Breite Straße 9. Im Gewölbekeller des 1754 erstmals erwähnten Winzerhauses lassen ca. 2.500 Zinnfiguren in 35 Dioramen Geschichte lebendig werden. Werner Klersy hat jahrelang gesammelt und recherchiert, um wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit Freinsheims nach historischen Stichen, Zeichnungen usw. naturgetreu darstellen zu können. Von der vorgeschichtlichen Besiedlung über die Römer, den Bau der Stadtmauern, das Mittelalter, die deutsch-französischen Kriege, dem zweiten Weltkrieg bis zur Neuzeit spannt sich der Bogen der dargestellten Szenen. Von der 1831 gebildeten französischen Fremdenlegion zeigen Einzelfiguren und Dioramen die Uniformen bis in die Neuzeit. Märchen und antiquarische Spielzeugfiguren runden die Sammlung ab. Öffnungszeiten: täglich 14 – 17.30 Uhr. Auskunft: Telefon 06353 1686.

Zinnfigurenmuseum
Bad Bergzabern, Buchhandlung Wilms am Marktplatz, Marktstr. 14. In dem historischen Kreuzgewölbe (13. Jhdt.) eines alten Weinkellers präsentiert Buchhändler Kurt Wilms die größte und bedeutendste Zinnfigurensammlung in Rheinland-Pfalz. Mit viel Liebe zum Detail fassen 20.000 Zinnfiguren in 140 historischen Bildern 6.000 Jahre Menschheitsgeschichte zusammen. Kurt Wilms dokumentiert mit seiner Sammlung Leben, Kultur und Gesellschaft, aber auch die technische Entwicklung und das Schlachtgetöse der Jahrhunderte. In den Vitrinen werden nicht nur Kriegs- und Schlachtszenen, sondern auch Kulturhistorisches von fürstlichen Höfen und von „Land und Leuten“ gezeigt. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 – 12.30 Uhr und 14 – 18.30 Uhr, Samstag 9 - 13 Uhr. Telefon 06343 939172.

Zoo Landau
Landau, Hindenburgstr. 12 - 14. Auf einer Fläche von 4 Hektar leben hier rund 500 Tiere aus 85 Arten, z. B. Dromedars, Flamingos, Luchse, Panther, Pinguine, Seelöwen. Weitere Angebote: 7000 qm große Natur-Bärenanlage, Affenhaus, Streichelgehege, Kinderspielplatz, Zoo-Schule für Schüler aller Altersstufen, Gaststätte. Öffnungszeiten: täglich von 9 - 18.00 Uhr (Nov. bis Februar bis 16 Uhr). Info: Telefon 06341 137010. Internet: www.zoo-landau.de

Zügel, Heinrich von
geboren 1850, gestorben 1941. Leidenschaftlicher Tiermaler. 1889 wurde er zum königlich-bayerischen Professor, 1894 zum Leiter der Tiermalerklasse an der Akademie in Karlsruhe berufen. In Wörth schuf er rund 300 Tierzeichnungen. Dort gründete er auch die Wörther Malerschule. Werke von ihm sind in der Galerie am alten Rathaus in Wörth und in der Pfalzgalerie zu sehen.

Zweibrücken
Kreisfreie Stadt. 35.490 Einwohner, 225 m NN, im Jahre 1170 erstmals urkundlich erwähnt, Stadtrechte seit 1352. Sehenswertes: Schloss, Europas Rosengarten, Badeparadies, Bibliotheka Bipontina, Prot. Karlskirche, Stadtmuseum, Alexanderkirche, Landgestüt, Ostdeutsche Heimatstuben, Mannlichhaus, Eisstadion, Info: Kultur- und Verkehrsamt, Herzogstr. 1, Telefon 06332 871-451. Internet: www.zweibruecken.de

Zweibrücker Hügelland
Land südlich des Schwarzbach mit Rodalb, Felsalb und Hornbach. Namensgeber ist die Stadt Zweibrücken an nordwestlichen Rand des Landes.
Zweibrücker Schloß (siehe Schloß Zweibrücken)

Zweikirche
Rutsweiler a.d. Lauter. Die evangelische Pfarrkirche gehört zu den ältesten Kirchen der Pfalz. Sie war die gemeinsame Pfarrkirche des bereits im 14. Jh. untergegangenen Dorfes Allweiler, des Dorfes Rutsweiler, der verschwundenen Siedlungen Oberhausen und Lauthausen und des Hofes Zweikirchen. Die Zweikirche weist eine besonders reizvolle Silhouette auf. Sie bildet einen Dreiklang von schlankem spätgotischem Chor mit hohem, steilem Walmdach, niedrigem romanischem Kirchenschiff mit breitem Satteldach und hoch aufragendem frühgotischem Westturm mit abschließendem Satteldach. Das Schiff, ein rechtwinkliger Saalbau, ist im wesentlichen in der Zeit um 1300 erbaut worden. Es weist an seiner Nordseite ein frühgotisches Maßwerkfesnter auf, das dem frühen 14. Jh. zugeordnet werden kann. Die Fenster der Südseite und ein Fenster in der Nordseite sind später verändert worden. An der Südwestseite des Kirchenschiffes befand sich ein romanisches Portal, das mit dem Westteil des Kirchenschiffes zum ältesten Bauteil der Kirche gehört. Zu diesem Bau mag der quadratische romanische Chor gehört haben, dessen Fundamente 1964 bei Grabungen im Chor festgestellt wurden.
Das Kirchenschiff besaß in seiner Nordseite ursprünglich eine mit einem Baldachin überwölbte Kapelle, in der sich ein Altar befand. Zu ihm gehörte das in der flachen Nische an der Ostwand dargestellte Gemälde, in dem eine gekrönte Heilige einem Bischof ein Kirchenmodell überreicht.
Das flach gedeckte Kirchenschiff war unsprünglich wohl mit einer Holzdecke ausgestattet, die später durch eine Stuckdecke ersetzt wurde. Die Decke wurde von zwei hölzernen in Längsrichtung angebrachten Unterzugbalken getragen, die sich selbst auf zwei starke Holzpfeiler stützen. An der Westseite des Langhauses wurde im 18. Jh. zum Aufstellen einer Orgel eine hölzerne Empore eingebaut.
Ebenfalls aus der Zeit um 1300 stammt der monumentale Turm mit den Schallluken auf allen vier Seiten. Die beiden Glocken sind aus den Jahren 1453 und 1465 und wurden in der Glockengießerei auf dem Disibodenberg gegossen. Der eingezogene Chor, bestehend aus einem Vorchorjoch mit einem Kreuzrippengewölbe sowie einem 5/8 Chorschluss mit unregelmäßigem Sterngewölbe, dürfte zu Anfang des 15. Jh. erbaut worden sein. Die 1964 beginnende Renovierung brachte nicht nur wichtige Aufschlüsse über die Baugeschichte der Kirche, sondern führte auch zur Entdeckung von kunsthistorisch sehr bedeutenden Malereien, die seit Einführung der Reformation unter einer dicken Kalkschicht verborgen waren. Die oft nur spärlichen Reste wurden durch den Restaurator stark ergänzt und übermalt. Die Rankenmalereien an den Wänden des Langhauses und im Gewölbe des Chores sind nach aufgefundenen Resten neu gemalt. Die Malereien im Chor entstanden um 1500. Im Gewölbe ist eine Marienkrönung dargestellt. Außerdem finden sich die Symbole und die Gestalten der vier Evangelisten. Die Bilder an Nord- und Südwand sind weitgehend neu gemalt. Sie stellen die Geburt und den Tod des Maria dar. Die Maelreien an der Nordwand des Langhauses stammen aus dem 15. Jh. Ein großes Bildfeld zeigt des Hl. Christopherus mit dem Jesukind auf den Schultern, wie er, auf einen Baumstamm gestützt, durch einen Fluß watet. Daneben ist die sehr stark verstärkte Gestalt einer weiteren Heiligenfigur zu sehen. Im Gewände des westlichen Fensters sind zwei weibliche Heilige dargestellt. Älter ist das bereits beschriebene Stiftungsbild in der Nische der Ostwand. Es stammt aus dem 14. Jh. Die Malereien stellen einen besonderen Schmuck der Zweikirche dar und machen diese zu einer hervorragenden Sehenswürdigkeit. (Quelle: Info-Tafel vor der Zweikirche)