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Saalfeld, Martha
Die pfälzische Schriftstellerin wurde 1898 in Landau geboren. Sie studierte in Heidelberg Kunstgeschichte und Philosophie. Während der Hitlerregimes durfte sie ihre Werke nicht veröffentlichen. 1948 zog sie nach Bad Bergzabern. Die Lyrikerin und Erzählerin schrieb die Romane "Die Judengasse", "Pan ging vorüber" (1954), „Anna Morgana“ (1956), „Mann im Mond“ (1958) und „Isi oder die Gerechtigkeit“. Ausgezeichnet wurde Martha Saalfeld unter anderem mit dem Literaturpreis der Bayerischen Akademie der schönen Künste und mit dem Staatspreis von Rheinland-Pfalz (1963). Sie starb am 14. März 1976 in Bad Bergzabern.

Saalstadt (PS)
nordöstlich von Zweibrücken, 361 Einwohner, 410 m NN, 1411 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Wallhalben

Salinarium
Bad Dürkheim, Kurbrunnenstraße 28 (am Wurstmarktplatz). Das Freizeitbad mit großem Außen- und Innenbereich bietet unter anderem Schwimmer-, Nichtschwimmer-, Kinderbecken, beheiztes Außenbecken mit Sprudelliegen, Schwallbrausen, Massagedüsen, Bodensprudler, Wasservorhang, Hot-Whirl-Pool, Saunalandschaft, Dampfbad, Solarien, Cafeteria. Öffnungszeiten: Montag/Dienstag 9 - 22 Uhr, Mittwoch 6.45 - 22 Uhr, Donnerstag 9 – 22 Uhr, Freitag 9 – 23 Uhr, Samstag 9 – 20 Uhr, Sonntag/Feiertag 9 - 19 Uhr. Info: Telefon 06322 935-865. Internet: www.salinarium.de

Saline
Bad Dürkheim. Seit 1387 sind in Dürkheim Salzquellen bekannt. Zunächst wurde nur in geringem Umfang Salz gewonnen. 1594 wandelte man ein Gebäude des aufgehobenen Klosters Schönfeld in eine Saline um. Im 30-jährigen Krieg und während der Kriege im 17. Jh. konnte kein Salz gewonnen werden, die Gebäude verfielen. Ab 1716, als die Saline an den Elsässer Duppert verpachtet war, ging es wieder aufwärts. Er erbaute das erste Gradierwerk. 1736 übernahm die Kurpfalz die Saline wieder. Benannt nach dem Kurfürsten Karl Phlipp bekam sie den Namen „Philippshalle“. Danach erbaute man fünf weitere Gradierwerke, führte die Dornengradierung ein und legte Wasserbecken zur Regulierung der Triebwerke an. Während der Blütenzeit in der zweiten Hälfte des 18. Jh. wurden jährlich um 6.600 Malter (= frühere Gewichtseinheit) Salz erzeugt. Das Dürkheimer Salz wurde zum „Kurpfälzer Nationalsalz“. 1792 beschädigte ein Orkan mehrere Gradierwerke. 1794 brandschatzten franz. Revolutionstruppen die Saline und der franz. Staat nahm sie in seinen Besitz. Als Dürkheim 1816 in bayerische Regentschaft kommt, ist die Anlage wegen der schlechten Wartung durch die Franzosen kaum noch rentabel. In Zusammenhang mit den Plänen für die Errichtung eines Solbades wird die Saline ab 1847 wieder instand gesetzt. U. a. wird das heutige Gradierwerk neu erbaut. Der Bayerische Staat betreibt die Saline bis 1868 und verkauft sie dann an die Stadt Dürkheim. 1872 wird ein Bad- und Salinenverein gegründet, der die Salzerzeugung weiter betreibt. 1905 wird Dürkheim zur Kurstadt Bad Dürkheim. 1913 stellte man die Salzgewinnung wegen Unrentabilität endgültig ein. Seitdem dient der Gradierbau als Freiluftinhalatorium für Asthma- und Bronchitiskranke. Als Stadtbild prägendes Bauwerk und schutzwürdiges Kulturdenkmal wird der Gradierbau 1984 unter Denkmalschutz gestellt. Nachdem der nördliche Teil 1992 durch Brandstiftung zerstört worden war, konnte der Gradierbau 1997 wieder in seiner ganzen Größe in Betrieb genommen werden.

Sankt Alban (KIB)
nördlich von Rockenhausen, am Appelbach, ca. 245 m NN, 348 Einwohner, 863 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Blickfang des gemütlichen Ortes ist die Ev. Kirche, die 1912 eingeweiht wurde, mit dem naheliegenden Pfarrhaus. Das Gemeindehaus (1722 als Schulhaus errichtet) ist ein besonders schmuckes Fachwerkhaus und eines der besterhaltenen barocken Schulhäuser in Rheinland-Pfalz. Hübsch ist auch das Wohnhaus in der Kirchgasse 1. Die beiden Gebäude gehören zum denkmalgeschützten Ortskern. Historische Bausubstanz findet man auch auf dem zur Gemarkung gehörenden Hengstbacherhof. Info: VG Rockenhausen

Sankt Julian (KUS)
nordöstlich von Kusel, an der B 420, 1.286 Einwohner, 200 m NN, 1290 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Ölmühle. Info: VG Lauterecken

Sankt Martin (SÜW)
nordwestlich von Edenkoben, 1.884 Einwohner, 240 m NN, im 7./8. Jhdt. entstanden, 1203 erstmals urkundlich erwähnt, Luftkurort, 1978 schönstes Dorf an der südl. Weinstraße, 1991 Silbermedaille beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", historischer Weinort mit vielen sehenswerten Denkmälern. Der Ortskern bildet eine schützenswerte Denkmalzone. Sehenswertes: Burg Kropsburg, Café Dalberg (1168, ältestes Haus), Rathaus (1827), Kirche (Baubeginn 1404, Turm aus 1488, Erweiterungen 1777/1785 und 1889), "Briefmarkenecke" (Winzerhaus um 1800, diente 1949 als Vorlage für eine Briefmarke), "Altes Schlößchen" (1587 - 1604 von Johann Hunt v. Saulheim errichtet). Info: Verkehrsamt St. Martin, Haus des Gastes, Telefon 06323 5300 oder VG Maikammer.

Sattelbergturm
Seelen. Die kleine Gemeinde südwestlich von Rockenhausen liegt in einer idyllischen Wald-, Wiesen- und Ackerlandschaft im Nordpfälzer Bergland. Und genau diese Gegend mit den vielen gemütlichen Dörfern kann man von dem Turm auf dem Sattelberg kilometerweit überblicken. Im Osten entdeckt man zum Beispiel (über der Tannenspitze) den Donnersberg mit dem Fernsehturm und der Radarstation. Im Süden erkennt man Teile der Stadt Kaiserslautern (z. B. Fernsehsender Dansenberg, Burgruine Hohenecken). Eine Stahlwendeltreppe mit 75 Stufen führt hinauf auf die überdachte Aussichtsplattform des etwa 12 m hohen Steinturms, der am 2. Juni 2002 offiziell eingeweiht wurde. An dem Turm befindet sich eine Selbstversorgerhütte, die Sattelberghütte. Wie erreicht man den Turm? In der Ortsmitte von Seelen (an der Bushaltestelle an der abknickenden Vorfahrt) in die Buchenbergstraße einbiegen und dann auf der Sattelbergstraße zum Ortsrand. Von dort führt ein befestigter Weg zu der bewaldeten Anhöhe, wobei man nach ca. 300 m an der Gabelung rechts abbiegt und weiter bergan am Försterhochsitz vorbei nach etwa 600 m zum Turm gelangt.

Saumagen
Diese typisch pfälzische Spezialität hat Ex-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl salonfähig gemacht, in dem er Staatsgäste wie Ronald Reagan, Margret Thatcher oder Michail Gorbatschow zum Saumagen-Essen in den Deidesheimer Hof einlud. Mittlerweile kennt man das pfälzische Nationalgericht auf der ganzen Welt. Ein gut gereinigter Schweinemagen wird mit eine besonderen Mischung gefüllt, die aus magerem Schweinebauch, Bratwurstbrät, Kartoffeln, eingeweichten Brötchen, Eiern, Majoran, Muskat, Pfeffer und Salz hergestellt wird. Der zugenähte Schweinemagen wird in heißem Wasser mehrere Stunden gesiedet und danach in Scheiben geschnitten. Je nach Hausrezept wird der Saumagen vor dem Servieren als Ganzes oder nach dem Aufschneiden scheibenweise angebraten. „Erfunden“ wurde der Saumagen um 1700 in den bäuerlichen Küchen auf der Sickinger Höhe als ein Arme-Leute-Essen. Heute gibt es unzählige Varianten, die vom einfachen Rezept in der Pfälzerwaldhütte bis zur Exquisitkreation im Sterne-Restaurant reichen. In Landau gibt es seit 2002 einen Internationalen Saumagen-Wettbewerb. Mit einer Größe von 30 Metern wurde 2004 in der Pfalz der größte Wildschwein-Saumagen der Welt produziert. In Kallstadt gibt es den Saumagen auch als Weinlage.

Sausenheim
Ortsteil von Grünstadt, ca. 1.700 Einwohner, 770 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Rathaus (um 1600), Ev. Kirche (1725/ Turm 1836) mit sehenswertem Taufstein (1510), Kath. Kirche (13./14. Jhdt./ 1888) mit Sakramenthäuschen (15. Jhdt).

Schallodenbach (KL)
nördlich von Kaiserslautern, 927 Einwohner, 1202 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Otterberg

Schami, Rafik
Der Schriftsteller erhielt im Juni 2003 den Kunstpreis Rheinland-Pfalz, die höchste Auszeichnung des Landes für Kulturschaffende. „Rafik Schamis umfangreiches literarisches Werk verbindet orientalische fantasiereiche Erzählkunst mit der präzisen Beschreibung deutscher Wirklichkeit", erläuterte Kulturminister Zöllner die Entscheidung der Jury für den 1946 in Damaskus geborenen und seit vielen Jahren in Marnheim wohnenden Autor. "Rafik Schami bereichert die deutsche Gegenwartsliteratur mit dem ihm eigenen 'fremden' Blick und inspiriert zur Auseinandersetzung mit den kulturellen Unterschieden wie mit den eigenen Wertmaßstäben".
Rafik Schami wuchs mit fünf Geschwistern in Damaskus in einer Familie auf, die aus der christlich-aramäischen Minderheit stammt. Seine Schulbildung erhielt er unter anderem in einem Kloster-Internat im Libanon und studierte dann in Damaskus Chemie, Mathematik und Physik. Dort gründete er eine kritische literarische Wandzeitung, die 1970 verboten wurde. 1971 wanderte er nach Deutschland aus, wo er sein Studium fortsetzte und in Chemie promovierte. Seit 1977 schreibt er seine Erzählungen, Märchen und Romane auf Deutsch, seit 1982 lebt er als freier Schriftsteller in der Nähe von Kirchheimbolanden. Rafik Schami zählt mit über 70 Veröffentlichungen nicht nur zu den meistgelesenen Autoren in Deutschland, sondern mit Übersetzungen in 15 Sprachen zählt er zu den bekanntesten zeitgenössischen deutschen Autoren überhaupt.

Schandein, Ludwig
Geboren 1813 in Kaiserslautern, gestorben 1894 in Speyer. Einer der ersten pfälzer Mundartdichter und Mundartforscher.

Schantz. Peter
Geboren 1954 in Busenberg, wohnhaft in Erlenbach. Sozialpädagoge und Lyriker. Beschreibt mit seinen plakativen Gedichten alltägliche Situationen. Überraschende Pointen sind Kennzeichen seiner Gedichte. Erschienen sind u.a. "Stadtgedichte" und "Wieder auf dem Lande".

Schänzel
Berg südwestlich von Neustadt. 614 m, Aussichtsturm, von Edenkoben führt eine Straße durchs Edenkobener Tal in Serpentinen hinauf zum Berg.

Schänzelturm
Edenkoben. Seit Jahrhunderten wird die Gipfelfläche des Steigerkopfes im Volksmund „Schänzel“ genannt. Dieser Name ist von den Befestigungsanlagen, den Schanzen, abgeleitet, die z. B. im Dreißigjährigen Krieg oder Ende des 18. Jhdts. von den Preußen angelegt wurden. Reste der Schanzen sind heute noch als Denkmäler erhalten. „Dem Andenken der tapferen preußischen Krieger, welche im Kampfe gegen das französische Invasionsheer am 13. Juli 1794 hier den Heldentod für das deutsche Vaterland starben“ wurde 1874 dieser 13 m hohe, achteckige Aussichtsturm auf dem Steigerkopf (614 m) erbaut. 56 Stufen führen zur Aussichtsplattform. In den Turm ist ein Unterstellraum eingebaut, der Wanderer bei schlechtem Wetter schützt. Konnte man Anfang des Jahrhunderts vom Schänzelturm aus noch zahlreiche Burgruinen und Berge des Pfälzerwaldes sehen, so ist die Aussicht heute durch hohen Baumwuchs weitgehend eingeschränkt. Wie erreicht man den Turm? In Edenkoben folgt man der Beschilderung „Edenkobener Tal“ und später „Forsthaus Heldenstein“. Etwa 7 km nach dem Ortsschild kann man am Waldparkplatz „Lolosruhe“ (574 m NN) den Wagen abstellen. Die Markierung „rotes Kreuz“ führt in 15 - 20 Minuten zu dem Turm.

Schauerberg (PS)
südlich von Landstuhl, 199 Einwohner, 390 m NN, 1732 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Wallhalben

Scheibenhardt (GER)
südlich von Kandel, 721 Einwohner, 1204 erstmals urkundlich erwähnt, der Ort wird durch die Lauter in einen französischen und einen deutschen Teil getrennt. Info: VG Hagenbach

Schellweiler (KUS)
südlich von Kusel, 568 Einwohner, 280 m NN, 1277 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kusel

Schiersfeld (KIB)
nordwestlich von Rockenhausen, 264 Einwohner, ca. 200 m NN, 962 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: In dem Ort an der Mündung des Sulzbachs in die Moschel stehen mehrere Laufbrunnen. Eine alte Steinbrücke führt über die Moschel. Die Prot. Kirche wurde 1760 – 62 erbaut. Der zu Schiersfeld gehörende Sulzhof, 1321 erstmals erwähnt, bildet eine malerische Denkmalzone Info: VG Alsenz-Obermoschel

Schifferstadt (LU)
Stadt, 19.084 Einwohner. Der Ort ging aus einem fränkischen Königshof (6. Jhdt.) hervor, 868 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte lange Zeit zur Abtei Limburg und zum Hochstift Speyer. Bekannt als Ringerhochburg, insbesondere durch den 5fachen Olympiateilnehmer Wilfried Dietrich. Größte Rettichanbaufläche Deutschlands. Sehenswertes: Goldener Hut, Altes Rathaus (1558), Bahnsteigüberdachung im Hauptbahnhof (19. Jhdt.), Heimatmuseum, Vogelpark. Info: Stadtverwaltung, Telefon 06235 44-0. Internet: www.schifferstadt.de

Schifffahrtsmuseum
Neuburg, auf dem Schiff „Lautermuschel“. Im Bauch eines ehemaligen Kies- und Kohlenpotts von 1930, der „Lautermuschel“, können Maschinen, Schiffszubehör, Flaggen, Fahnen, Kapitänspatente und Schiffsmodelle besichtigt werden. Öffnungszeiten: Mai bis September jeden 1. Sonntag im Monat 10 - 18 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 07273 1226.

Schillerhaus
Ludwigshafen-Oggersheim, Schillerstraße 6. Die Ausstellung ist in den Räumen untergebracht, in denen Friedrich Schiller 1782 mit seinem Freund Andreas Streicher wohnte. Exponate: Alle Erstausgaben von Schiller in beachtlicher Qualität, Bilder, Stiche, Lithographien zu Schiller und seiner Familie, Gedenkmünzen, -marken und –medaillen, Reproduktionen von Briefen, die er in Oggersheim schrieb, Modell des ehem. Kurfürstlichen Schlosses in Oggersheim um 1790, Chroniktafeln, Büsten von Schiller und Streicher. Öffnungszeiten: Dienstag 17 - 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 14 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 12 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 0621 678957 (Fr. Wagner-Schwabe) oder 5 04-3550 (Hr. Ruf).

Schindhard (PS)
südöstlich von Dahn, 618 Einwohner Info: VG Dahn

Schindhübelturm
Elmstein/Iggelbach. Ein mächtiger Holzturm ragt auf dem Schindhübel (571 m) westlich von Iggelbach empor. Er wurde 1975 errichtet. 65 Stufen führen nach oben zur überdachten Aussichtsplattform. Hier sieht man „Pfälzerwald pur“. Millionen Bäume und unzählige bewaldete Berge prägen die Aussicht. Zu erkennen sind im Norden der Donnersberg, etwas links davon Sembach mit dem ehemaligen US-Flughafen, der Fernsehturm von KL-Dansenberg, der Potzberg mit Aussichtsturm, der Radarturm mit den blauen Containern (gehört zum Frankfurter Flughafen) und bei guter Fernsicht der Eckkopfturm und sogar der Schwarzwald (Hornisgrinde mit Aussichtsturm). Wie erreicht man den Turm? An der Eschkopfstraße zwischen Iggelbach und der B 48 (Johanniskreuz - Annweiler) liegt der Waldparkplatz „Mitteleiche“. Über den Rundwanderweg Nr. 10 gelangt man zum Turm. Wer den Schildern „Turmrundweg“ bzw. „Zum Rundwanderweg“ rechts neben der „Mittelseiche“ folgt, hat den kürzeren Weg. Nach der Kreuzung mit dem Hinweisschild „Zum Turm“ kommt nach wenigen hundert Metern eine Gabelung (hinter Eiche mit Schild (). Dort nimmt man den schmalen Pfad nach rechts bergan. Gehzeit ca. 10 Minuten.

Schlacht am Hasenbühl
Bei der Schlacht am Hasenbühl bei Göllheim am 2. Juli 1298 besiegte Albrecht von Österreich seinen Gegenkönig Adolf von Nassau. Diese Auseinandersetzung gilt als letzte gepanzerte Ritterschlacht in Europa. 1292 war Graf Adolf von Nassau durch die Kurfürsten zum deutschen König gewählt worden. Unter dem Vorwurf des mehrmaligen Landfriedensbruchs, ungerechtfertigter Streitigkeiten mit der Geistlichkeit und politischer Unfähigkeit wurde Adolf am 23. Juni 1298 abgesetzt. Zum neuen König wählten die Kurfürsten Albrecht von Österreich. Adolf wollte diese Entscheidung nicht hinnehmen. Er suchte die Entscheidung über die Königswürde in einer Schlacht. Am 2. Juli 1298 trafen die Truppen der beiden Könige auf dem Hasenbühl bei Göllheim aufeinander. Adolf v. Nassau, dessen Heer unterlag, fiel in dem Kampf. Sein Leichnam wurde zunächst im Kloster Rosenthal beigesetzt, später in den Speyerer Dom überführt. (siehe Königskreuzdenkmal)

Schlachtenturm
Kaiserslautern-Morlautern. Der achteckige Aussichtsturm am südwestlichen Ortsende von KL-Morlautern (328 m NN) erinnert an die Schlacht bei Morlautern im Jahre 1793. Wie es auf einer Tafel heißt, wurden in der "Schlacht am 28., 29. und 30. November 1793 die Franzosen von den Preußen und Sachsen nach hartnäckigen blutigen Kämpfen ins Thal hinabgeworfen." Ein Gedenkstein in der kleinen Parkanlage erinnert ebenfalls an diesen Krieg. 35 Stufen führen auf die Aussichtsplattform. Von dort sieht man im Westen die Sickinger Höhe, im Norden/Nordwesten den Potzberg und den Donnersberg sowie ansonsten den Stadtwald von Kaiserslautern. Zwei (renovierungsbedürftige) Tafeln helfen bei der Orientierung. Über die Felder vor der Parkanlage hat man einen schönen Blick auf die Stadt Kaiserslautern (linker Hand das Rathaus und das Fitz-Walter-Stadion). Wie erreicht man den Turm? In dem Stadtteil KL-Morlautern an der Ampelanlage/Kirche in die Straße "An der Schanz" abbiegen. Dann nach links in die Ernst-Christmann-Straße (Beschilderung "Zur Turmstraße") und schließlich nach rechts in die Turmstraße. Der Turm steht nahe dem Haus Nr. 31 a.

Schlembach, Dr. Anton
Geboren 1932 in Großwenkheim (Unterfranken). Er war der 95. Bischof von Speyer. Die Priesterweihe empfing er 1956 in Rom. Zuvor Generalvikar seiner Heimatdiözese Würzburg, wurde er im August 1983 von Papst Johannes Paul II. zum Bischof ernannt. Am 16. Oktober 1983 weihte ihn sein Vorgänger, der Münchener Erzbischof Dr. Friedrich Wetter, auf dem Bischofsstuhl im Dom zu Speyer zum Bischof, den er bis März 2007 innehatte.

Schloss Bergzabern
Bad Bergzabern. An der Stelle einer Burg aus dem 12. Jhdt. ab 1527 errichtet, 1561-79 erweitert und nach der teilweisen Zerstörung durch die Franzosen (1676) ab 1720 im Barockstil wieder aufgebaut. Das Schloss war zeitweise Residenz der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken. Der bemerkenswerte Bau besitzt zwei runde Ecktürme und ein schönes Renaissanceportal am Westflügel sowie ein spätgotisches Tor zum Treppenturm im Hof. Es ist der einzige noch erhaltene Schlossbau aus dem 16. Jahrhundert an der Deutschen Weinstraße.

Schloss Deidesheim
Deidesheim. Einst eine Burg der Bischöfe von Speyer. 1292 erwähnt, im späten Mittelalter erweitert, mehrfach zerstört. Ein Teil-Neubau war 1746 vollendet. 1792-94 beschädigt, ersetzte man den Bau um 1815 durch das jetzige schlichte klassizistische Wohnhaus. Der Bering und die Verbindung mit der Stadtbefestigung sind erkennbar. Die Schlossbrücke entstand um 1730.

Schloss Fußgönheim
Fußgönheim. Der bedeutende Barockbau liegt hinter einem Wirtschaftshof und springt mit zwei Seitenflügeln in den Garten vor. Um 1730 ließ es der kurpfälzische Hofkanzler Jakob Tillmann von Halberg errichten. Die Kapelle (1740/41), die heute zusammen mit dem ehem. großen Saal des Herrschaftshauses als kath. Kirche dient, besitzt eine anmutige einheitliche Ausstattung aus der Erbauungszeit. Das Schloss beherbergt ein Heimatmuseum mit Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte sowie zahlreiche andere Exponate.

Schloss Kirchheimbolanden
Kirchheimbolanden. An Stelle einer 1390 genannten Burg wurde 1602 bis 1618 das Alte Schloss und 1738 bis 1740 durch d`Hauberat, den Erbauer des Mannheimer Schlosses, das neue Schloss errichtet. Erhalten sind der Ostflügel und der Park mit dem Ballhaus (1752) und Orangerie (1776). Die von Julius von Rothweil konzipierte Schlosskirche (1739 - 44) enthält eine Fürstenloge und eine Orgel des berühmten Orgelbauers Stumm (1745), auf der Mozart 1778 spielte. Die Kirche kann nach Voranmeldung besichtigt werden.

Schloss Ludwigshöhe
siehe „Villa Ludwigshöhe“

Schloss Trippstadt
Trippstadt. Der kurpfälzische Obristjägermeister Freiherr Franz Karl Joseph von Hacke ließ den 1767 fertiggestellten fein gegliederten Sandsteinbau für sich und seine Gemahlin Amönia, eine geborene von Sturmfeder, errichten. Architekt war Sigmund Jakob Häckher. Das Schloss ist 48 m lang, 19 m breit und 18 m hoch. Das Relief im Giebelfeld über dem Eingang zeigt das Hacke´sche und Sturmfeder´sche Allianzwappen: zwei Regenbogen und zwei Sturmfedern, geziert von Palmen- und Blumenranken. Darunter verläuft ein Spruchband mit den Namen der Erbauer. Das Ornament im Giebel zur Parkseite stellt das Auge Gottes dar. 1793/94 wurde das Schloss durch französische Truppen teilweise schwer beschädigt. 1833 geht das Anwesen mit dem „Dominalgut Trippstadt“ an Reichsrat Ludwig von Gienanth über. Dieser verkauft das Schloss 1865 an Bayern. 1885 wird es zum Sitz eines staatlichen Forstamts mit einer Waldbauschule (von 1888 bis 1915). 1946 wird in dem Gebäude die Forstschule für die Pfalz eröffnet. Von 1960 bis 1980 ist es Sitz der Landesforstschule Rheinland-Pfalz. Seit 1987 ist in dem Schloss die „Forstliche Versuchsanstalt des Landes Rheinland-Pfalz“ untergebracht. Der Schlossgarten ist seit 1985 öffentliche Erhoungsstätte. Übrigens: Auf dem Trippstadter Schloss wurde 1776 von dem Mannheimer Physiker Johann Jacob Hemmer der erste Blitzableiter in der Pfalz installiert.

Schloss Zweibrücken
Zweibrücken. Der größte barocke Profanbau der Pfalz. Von 1720 bis 1725 von dem schwedischen Architekten Sundahl für den Herzog von Pfalz-Zweibrücken errichtet. Mächtiges blockartiges Gebäude in der Stadtmitte. 1945 zerstört, 1963-65 nach Originalplänen wiederhergestellt. Heute Sitz des Oberlandesgerichts der Pfalz.

Schmalenberg (PS)
zw. Pirmasens und Kaiserslautern, 780 Einwohner, im Jahre 1369 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Kirche, Backofen, Wasserturm mit Zwiebeldach. Info: VG Waldfischbach-Burgalben

Schmitshausen (PS)
nordöstlich von Zweibrücken, 441 Einwohner, 368 m NN, 1426 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum der VG Wallhalben. Info: VG Wallhalben

Schmidt-Schmied, Hermann
geboren 1924 in Mainz-Gonsenheim, gestorben im April 2010. Als Impressionist und Surrealist sowie als Leiter einer Malschule im französischen Arles errang der Maler große Anerkennung und zahlreiche Auszeichnungen. Von 1990 bis etwa 2007 wohnte er im pfälzischen Schönborn. In der Nordpfalz, vor allem in Rockenhausen, waren ihm mehrere Ausstellungen gewidmet.

Schmitt, Georg Philipp
geboren 28.10.1808 in Spesbach, gestorben 1873 in Heidelberg. Seine Kindheit verbrachte er in Wolfstein, bis die Familie 1822 nach Heidelberg zog und von dort 1827 wieder zurück nach Wolfstein kam. Der als sehr talentiert, aber extrem schüchtern beschriebene Maler und Porträtist lernte bei Johann Christian Xeller in Heidelberg, bei Peter von Cornelius an der Münchener Akademie und bei Schnorr von Carolsfeld. 1830 ließ er sich als Freier Maler in Heidelberg nieder, kam aber des öfteren in die Pfalz, um Personen aus der Oberschicht zu zeichnen. Er malte viele gelungene Landschafts- und Familienbilder, die teilweise auch von einem religiösen Anstrich geprägt waren. Werke von ihm sind u.a. im Kurpfälzischen Museum Heidelberg, im Kunstmuseum Düsseldorf und in der Kunsthalle Karlsruhe zu finden.

Schneckenhausen (KL)
nördlich von Kaiserslautern, 636 Einwohner, 1398 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Otterberg

Schneebergerhof
Große Weilersiedlung im Donnersbergkreis mit über 100 Einwohnern, die zur Gemeinde Gerbach gehört.

Schönau (PS)
südlich von Dahn an der franz. Grenze, 472 Einwohner, 220 m NN. Das Gehöft "Schöne Aue" wurde 1129 erstmals urkundlich erwähnt. 1582 entstand bei Schönau eine Eisenhütte (siehe Besucherbergwerk Eisenerzgrube) Sehenswertes: Burg Blumenstein. Info: VG Dahn

Schönborn (KIB)
nordwestlich von Rockenhausen, 132 Einwohner, ca. 420 m NN, 1410 erstmals urkundlich erwähnt. Das alte (1740) und das "neue" Schulhaus (1876) gehören zu den schmucken Gebäuden des Reiterdorfes. Info: VG Rockenhausen

Schönenberg-Kübelberg (KUS)
westlich von Landstuhl, an der B 423, 5.851 Einwohner, 274 m NN, 1419 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Ohmbachsee. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06373 504-0. Internet: www.vgsk.de

Schopp (KL)
zw. Kaiserslautern und Pirmasens an der B 270, 340 m NN, 1.533 Einwohner, 1345 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kaiserslautern-Süd

Schoppen
In der Pfalz Maßeinheit für 0,5 Liter. Wenn auch in Gaststätten die Getränke meist in 0,2 oder 0,4 ltr. Gläsern ausgeschenkt werden, so erhält man auf ordentlichen pfälzischen Festen noch einen echten Halben-Liter-Weinschoppen. Die Maßeinheit geht auf das frühere fürstbischöfliche Speyerer Schoppenmaß (0,564 ltr.) zurück.

Schorle
Mischgetränk aus Wein- oder Fruchtsaft mit Mineralwasser. Wer in der Pfalz z. B. bei einem Straßenfest „e Schorle“ bestellt, bekommt automatisch eine Weinschorle serviert. siehe auch „Schoppen“

Schramm, Werner
Geboren 1933 in St. Ingbert, lebt in Dudenhofen. ehem. Kirchenpräsident der Pfalz. Studium der Theologie in Mainz und Heidelberg. Pfarrer in Morschheim. Pfarrer und Dekan in Kirchheimbolanden. 1976 Berufung zum Oberkirchenrat. Von 1988 bis 1998 Kirchenpräsident der Pfalz.

Schuhfabrik
„Mein Vater und meine Mutter arbeiten in der Schuhfabrik“ ist im 20. Jahrhundert insbesondere für südwestpfälzische Kinder eine ganz gewöhnliche Aussage gewesen. Um 1850 entstanden in Pirmasens und Umgebung die ersten Schufabriken, die Region entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zur europäischen Schuhmetropole. Mitte des 20. Jhdts. gab es zwischen Pirmasens und Hauenstein über 300 Schuhfabriken, die mehr als 30.000 Personen beschäftigten. Heute produzieren noch circa 50 Schuhfabriken, die immerhin noch einige tausend Arbeitsplätze bieten. Die Bedeutung und Arbeitsweise von Schuhfabriken werden im Deutschen Museum für Schuhproduktion und Industriegeschichte in Hauenstein eindrucksvoll dargestellt. In Pirmasens finden nach wie vor wichtige Messen für die europäische Schuhbranche statt.

Schuhmuseum, Heimatmuseum, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Bürkel-Galerie
Pirmasens, Altes Rathaus (Fußgängerzone), Hauptstr. 26. Das Schuhmuseum zeigt ein Stück Menschheitsentwicklung am Beispiel des Schuhs. Beginnend mit dem „Wendeschuh“ aus der Zeit um 1840 wird in den Vitrinen die ganze Vielfalt deutschen Schuhwerks, meist aus Pirmasenser Herstellung, gezeigt. Auch eine teilweise eingerichtete Schuhmacherwerkstatt und ein lebensgroßes Modell einer „Schuhträgerin“ sind zu sehen. Unter dem Oberbegriff „Völkerkunde“ sind aber auch Fußbekleidungen anderer Länder vorhanden. Einige Prunkstücke: Stiefel einer preußischen Prinzessin, Stangenreiterstiefel (6,5 kg schwer), aus Kopfhaar gewobene Schuhe australischer Ureinwohner, Indianer-Mokassins, mit Silber geschmückte Schuhe eines burmesischen Prinzen, seidene, gestickte Biedermeier-Schuhe, Hochzeitsschuhe, Brokatschuhe, Kriegs- und Nachkriegsschuhe, mexikanische Gauchostiefel und „Stelzenschuhe“ chinesischer Freudenmädchen.
In weiteren Räumen findet man Exponate zur Geschichte der Stadt Pirmasens, wobei das Wirken des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt im Mittelpunkt steht. Eine Galerie mit Ölbildern und Skizzen ist dem in Pirmasens geborenen Landschaftsmaler Heinrich Bürkel (1802 – 1869) gewidmet. Beeindruckende Werke einer besonderen Kunstgattung kann man im Scherenschnittkabinett der ebenfalls aus Pirmasens stammenden Künstlerin Elisabeth Emmler (1921 – 1998) bewundern. Öffnungszeiten: Donnerstag 15 – 18 Uhr, Sonntag 10 – 13 Uhr. Auskunft: Telefon 06331 842223 oder 842363. Internet: www.pirmasens.de

Schulmuseum Rheingönheim
Ludwigshafen, Mozartschule, in der Ortsmitte neben der kath. Kirche (Zwiebelturm weithin sichtbar), Hilgundstr. 21. In der Mozartschule von 1907 (heute Grundschule) befindet sich seit 1982 ein Schulmuseum. Mittelpunkt ist die kleine Schulstube mit 20 Sitzplätzen, eingerichtet nach einer Inventarliste von 1886. So steht am Pult neben seinem Spucknapf der Herr Lehrer mit Vatermörder, dem damals üblichen weißen steifen Kragen. Hier gibt es auch Vieles zu sehen über die Gesundheitserziehung und den Religionsunterricht in der damaligen Zeit. In einem Nebenraum sind verschiedene Puppenstuben ausgestellt. Der dritte Raum, das „Heimatmuseum“, zeigt alles, was das Leben im Dorf früher ausmachte: die Arbeit (z. B. Landwirtschaft und Handwerk), das Wohnen und das Feiern. Ergänzt wird die Sammlung durch Exponate aus dem Römerkastell. Öffnungszeiten: jeden 2. Schuldonnerstag 10 – 12 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 0621 504-423110, Rektor Th. Berger

Schwanheim (PS)
zwischen Dahn und Annweiler, 618 Einwohner, 260 m NN, im Jahre 1135 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Hauenstein.

Schwarzbach
Der Bach entspringt in der Nähe von Johanniskreuz. Nach dem ersten Ort auf seinem Lauf wird der Bach im Oberlauf auch als „Burgalb“ bezeichnet. Er fließt unter anderem durch den Clausensee, vorbei an der Hundsweiher Sägemühle und dem Schlossberg (Heidelsburg) und „vereint sich“ in Waldfischbach-Burgalben mit der Moosalb. Hinter Zweibrücken mündet der Schwarzbach in die Blies.

Schwedelbach (KL)
nördlich von Landstuhl, 1.084 Einwohner, 1342 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Weilerbach

Schwegenheim (GER)
zw. Speyer und Landau, 2.957 Einwohner, 985 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Lingenfeld

Schweigen-Rechtenbach (SÜW)
südlich von Bad Bergzabern an der deutsch-französischen Grenze, 1.453 Einwohner, 220 m NN, 688 erstmals urkundlich erwähnt (Rechtenbach) bzw. 802 (Schweigen), Winzerort. Sehenswertes: Deutsches Weintor, Erster deutscher Weinlehrpfad, Deutsch-Französisches Puppen- und Spielzeugmuseum, Dorfplatz mit St. Urbans-Brunnen. Info: VG Bad Bergzabern.

Schweighofen (SÜW)
südlich von Bad Bergzabern nahe der französischen Grenze, 557 Einwohner, 150 m NN, 1311 erstmals urkundlich erwähnt. Landwirtschaft und Weinbau. Bekannt ist der Ort durch den Flugplatz mit Motorseglern und einer Fallschirmsportgruppe, Sehenswertes: Ortskern mit Fachwerkhäusern und kath. Pfarrkirche. Info: VG Bad Bergzabern.

Schweisweiler (KIB)
zw. Kaiserslautern und Rockenhausen an der Alsenz, an der B 48, 357 Einwohner, ca. 220 m NN, 1399 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die 1752 errichtete Kath. Kirche St. Ägidius und Unbefleckte Empfängnis Mariens gilt wegen ihrer anspruchsvollen Gestaltung als eine der schönsten Dorfkirchen der Nordpfalz. Insbesondere die geschwungene Turmfront mit der verschieferten Schweifhaube erinnert an den mainfränkischen bzw. böhmischen Stil. Der Saalbau orientiert sich am Rokoko. Ausgefallen sind die herausgewölbten Fensternischen auf den Seiten des Langhauses. Die ansprechende Inneneinrichtung mit dem viersäuligen Hochaltar stammt im wesentlichen aus der Erbauungszeit. Zu sehen sind einige stark restaurierte Malereien. Die Orgelempore wurde 1929, die Orgel 1961 eingebaut. Die beiden Glocken datieren auf das Jahr 1867. Viele Besucher kommen auch wegen des örtlichen Museums Leo´s Tenne in den Ort. In Schweisweiler stehen mehrere sehenswerte Fachwerkhäuser, u.a. das ehemalige Zollhaus (1729). Die Statue des Hl. Nepomuk auf der Alsenzbrücke (18. Jhdt.) zählt ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten. Info: VG Winnweiler

Schweix (PS)
südwestlich von Pirmasens an der franz. Grenze, 368 Einwohner, 380 m NN, um 1660 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Pirmasens-Land

Sea-Life
Speyer. An Ostern 2003 eröffnete in der Domstadt das vierte deutsche Sea-Life. Bei einem Rundgang folgt der Besucher dem Verlauf des Rheins von seiner Quelle bis in die Tiefen des Meeres. Dabei lernt man zahlreiche natürliche Lebensräume kennen, wie zum Beispiel Gebirgsbäche, Wildwasser oder den typischen Rhein, und folgt dem Gewässer weiter über die Mündung in die Nordsee hinaus in den Atlantik und durchquert in einem begehbaren Unterwassertunnel den Lebensraum der offenen See. Neben der Besichtigung werden Vorträge, Präsentationen, eine Ausstellung von Greenpeace angeboten, in denen Wissenswertes über das Leben unter Wasser und dessen Bedrohungen vermittelt wird. Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr. Eintritt: zw. 10,00 und 4,50 Euro. Infotelefon: 06232 69780. Internet: www.sealife.de

Seekatz, Johann Conrad
Der von Goethe sehr geachtete Maler wurde 1719 in Grünstadt geboren. Besonders hervorzuheben sind seine ländlichen Szenen, mit den naturalistischen Darstellungen von Personen. Werke von ihm sind in der Kirche St. Gallus in Alsheim und im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen zu finden.

Seelen (KIB)
südwestlich von Rockenhausen, 167 Einwohner, ca. 390 m NN, 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Früher wurde hier Kohlebergbau betrieben. Sehenswert: Das Gemeinschaftshaus ist in einem ehemaligen Schulhaus mit Dachreiter aus dem Jahre 1900 untergebracht. Sattelbergturm. Info: VG Rockenhausen

Selbergturm
Rothselberg. Die Gemeinde Rothselberg liegt auf der Höhe zwischen dem Eßweiler Tal und dem Lautertal. Von der Hauptstraße aus sind es etwa 3 km bis zum Gipfel des Selberges (546 m), einem südlichen Ausläufer des großen Königsbergmassivs. Bereits 1914 errichtete man dort einen Holzturm und eine Blockhütte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde 1962 erneut ein Holzturm erbaut, der jedoch 1967 wegen Einsturzgefahr abgerissen werden musste. Aber bereits 1969 konnte der Selbergverein den heutigen, aus Stahl errichteten Turm einweihen. Die Hütte wurde umgebaut und erweitert. Sie ist das ganze Jahr über sonn- und feiertags bewirtschaftet. Daneben hat man einen Kinderspielplatz gebaut. Somit hat der Verein ein lohnendes Ziel auf dem Selberg geschaffen. Beim Besteigen des 17 m hohen Turms (80 Stufen) heißt es: Augen zu und rauf! Denn die Turmkonstruktion verlangt eine gewisse Schwindelfestigkeit. Doch oben genießt man einen schönen Panoramablick. Dieser reicht zum nordpfälzischen Bergland, Hunsrück, Soonwald, Donnersberg, Pfälzerwald, Sickinger Höhe und bei klarem Wetter sogar bis zum Taunus, Odenwald und Wasgau. Vorsicht: Das Geländer an der Aussichtsplattform kann von Kindern leicht bestiegen werden! Wie erreicht man den Turm? Auf der B 270 von Kaiserslautern Richtung Lauterecken. Etwa 4 km vor Wolfstein links ab nach Rothselberg. Kurz hinter dem Ortseingang findet man ein Hinweisschild „Selberghütte“. In dieser Straße folgt nach wenigen hundert Metern der Parkplatz „Leitzen-born“. Von dort kann man auf dem Rundwanderweg Nr. 1 bzw. der Beschilderung „Selbergturm“ folgend zum Turm wandern (ca. 2,5 km).

Selchenbach (KUS)
südwestlich von Kusel, 385 Einwohner, 1262 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kusel

Sembach (KL)
nordöstlich von Kaiserslautern an der B 40, 1.193 Einwohner, 1260 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Enkenbach-Alsenborn

Separatistenbewegung
Am 5. November 1923 übernahmen bewaffnete Separatisten in Speyer die Macht. Speyer gehörte damals wie die übrige Pfalz zu Bayern und war Sitz der Kreisregierung. Die Putschisten proklamierten die "Autonome Pfalz". Ihr Ziel war die Abtrennung der Pfalz vom Deutschen Reich. Einer der Separatistenführer und Präsident der Putschregierung war Franz Josef Heinz aus Orbis (Nordpfalz). Der Separatistenaufstand fand Mitte Februar 1924 sein Ende.

Sickingen, Franz von
Geboren 1481 auf der Ebernburg. Der gelehrte Reichsritter und kaiserliche Feldhauptmann, oft auch als "letzter deutscher Ritter" bezeichnet, fand am 7. Mai 1523 auf der Burg Nanstein über Landstuhl unter dem Geschützfeuer des Landgrafen von Hessen, des Kurfürsten der Pfalz und des Erzbischofs von Trier den Tod. Ein Standbild des Ritters findet man in der St. Andreas-Kirche zu Landstuhl. Er galt als Anhänger der Reformation. Er bot Martin Luther an, auf dessen Weg nach Worms (Wormser Edikt, 1521) auf seinen Burgen zu übernachten.

Sickingen-Museum
Landstuhl, Zehntenscheune, Hauptstr. 3. In dieser Sammlung zur Stadtgeschichte spielt natürlich das Geschlecht der Sickinger eine bedeutende Rolle, allen voran der „letzte Ritter Deutschlands“, Franz von Sickingen, der 1523 auf der Burg Nanstein während einer Belagerung tödlich verletzt wurde. Es wird versucht, die politische und geistige Entwicklung Sickingens, den geschichtlichen Hintergrund und seine Wirkung auf die Nachwelt dazustellen. U. a. gibt es die Abteilungen „Der Ritter und seine Zeit“, „Sickingen in der Geschichtsschreibung“, „Sickingen in der Literatur“. Belegt werden die geschichtlichen Ereignisse mit Funden aus der Burg, Karten, Dokumenten, Bildern, Stichen und weiteren Exponaten. Ein Rarität ist ein Originalbrief Sickingens aus dem Jahre 1523. Öffnungszeiten: bei besonderen Anlässen. Eintritt: frei. Auskunft: VG-Verwaltung, Telefon 06371 83-0.

Sickinger Höhe
Breites Höhenland zwischen Schwarzbach und Landstuhler Bruch. Die Moosalb, der Wallhalbe und der Auerbach zerschneiden die Hochfläche in drei Teile. Das Bild des fruchtbaren Landes wird geprägt von zahllosen Getreidefeldern sowie von Rüben- und Kartoffeläckern, die Dörfer von zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben. Der Name rührt von dem Herrschergeschlecht her, das im Mittelalter hier regierte.

Siebeldingen (SÜW)
zw. Annweiler und Landau, 1.058 Einwohner, 160 m NN, 1219 erstmals urkundlich erwähnt, anerk. Fremdenverkehrsgemeinde an der Queich. Sehenswertes: Geilweilerhof, Fachwerkhäuser, Simultankirche St. Quintinius. Info: VG Landau-Land

Siebenpfeiffer, Philipp Jakob
Geboren 1789, gestorben 1845. Siebenpfeiffer war zusammen mit seinem Mitstreiter Georg August Wirth einer der wichtigsten Wegbereiter der großen Kundgebung für Freiheit und Demokratie auf dem Hambacher Schloss imJahre 1832 (Hambacher Fest). Der Rebell kämpfte als Staatsdiener und oppositioneller Journalist für Freiheit und Grundrechte sowie gegen Armut und Unterdrückung des Volkes.

Siegelbach
Stadtteil von Kaiserslautern Sehenswertes: Tierpark Siegelbach

Sieges- und Friedens-Denkmal
Edenkoben (nordwestlich, Richtung St. Martin). Die Gedenkstätte auf dem Werderberg wurde am 3. Sept. 1899 eingeweiht. Die Anlage, nach den Plänen des Bildhauers August Drumm erbaut, umfasst ein tempelhaftes, turmartiges Gebäude, einen halbkreisförmigen Vorplatz, eine Freitreppenanlage und ein Reiterstandbild. Anders als bei sonstigen Monumentalbauten dieser Art haben "Sieg" und "Friede" bei diesem Denkmal den gleichen Stellenwert erhalten.

Silz (SÜW)
ca. 10 km südlich von Annweiler, 830 Einwohner, anerk. Erholungsort. Sehenswertes: Wild- und Wanderpark Südliche Weinstraße. Info: VG Annweiler

Simon, Hugo
Der international sehr erfolgreiche Springreiter aus Österreich wohnt seit Jahren in Weisenheim am Sand.

Sinsheimer, Hermann
Geboren 1883 in Freinsheim, Haintorstr. 6 (Gedenktafel), gestorben 1950 in London. Rechtsanwalt, Theaterkritiker, Schriftsteller, Regisseur, Direktor der Kammerspiele München, Chefredakteur des "Simplicissimus" (1923 - 1929). 1938 wanderte Sinsheimer, ein Jude, nach England aus.

Sippersfeld (KIB)
zw. Kaiserslautern und Kirchheimbolanden, südwestl. von Winnweiler, 1.181 Einwohner, 300 m NN, 1019 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die "alte Schule" von 1836 ist heute das Domizil für den Kindergarten. Überhaupt sind in der Haupt- und Amtsstraße noch einige sehr alte Gebäude erhalten. Zu der Ev. Kirche (1768) gehört ein gotischer Chorturm mit Barockhaube. Die Orgel und die Emporengemälde stammen ebenfalls aus dem Erbauungsjahr 1768. Noch recht jung ist die Kath. Kirche St. Sebastian (1967). Im Tal der Pfrimm befindet sich ein Natur-Campingplatz mit eigenem Badeweiher. Info: VG Winnweiler

Sitters (KIB)
südlich von Obermoschel, 117 Einwohner, ca. 180 m NN, 1278 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die Prot. Kirche stammt aus dem Jahre 1848, wobei der Turm erst 1888 dazu kam. An der Kirche stehen mehrere aufwändig gestaltete Grabsteine aus der Jahrhundertwende. Die Denkmalzone in der Hauptstraße zeigt weitgehend noch die Bebauung aus dem 18./19. Jhdt. Die ehem. Mühle (Mühlweg 4) kann auf eine mehr als 250-jährige Geschichte zurück blickenAls Bürgerhaus wird die ehemalige Schule aus dem Jahre 1841 genutzt. Info: VG Alsenz-Obermoschel

Slevogt, Max
Geboren am 8. Oktober 1868 in Landshut, gestorben am 20. September 1932 auf dem Gut Neukastel. Vielleicht der bedeutendste Maler und Graphiker der Pfalz. Um die Jahrhundertwende war er ein bekannter pfälzischer Landschaftsmaler. Herausragend war er auch als Buchillustrator (u.a. Lederstrumpf, Die Zauberflöte) und Bühnenbildner. Schließlich entwickelte er sich zu einem der führenden Impressionisten Deutschlands. Zur Ehre Slevogts hat das Land Rheinland-Pfalz auf Schloss Villa Ludwigshöhe eine Dauerausstellung eingerichtet, in der der größte Teil seiner Werke zu sehen ist. Auch in der Pfalzgalerie sind Bilder von ihm zu besichtigen.

Slevogthof Gut Neukastel
Leinsweiler. Die ehemalige Reichsburg Neukastell wurde im 12. Jhdt. erbaut (1132 erstmals erwähnt), ging 1330 als Pfand an die Kurpfalz über und wurde 1689 zerstört. König Gustav Adolf von Schweden war 1620 hier zu Gast. Das unterhalb liegende Hofgut (1558 erstmals erwähnt) war einst Wirtschaftshof der Burg. Der jetzige Bau entstand zwischen 1828 und 1831. Der Maler Max Slevogt erwarb 1912 das Anwesen als Sommersitz. 1922/23 ließ er einen neuen Ostflügel errichten. 1924 schuf der Meister des deutschen Impressionismus die Wandmalereien im Musikzimmer (Opernmotive) und 1929 die Deckenbilder in der Bibliothek (literarische Motive), die zu den bedeutendsten Werken der Monumentalmalerei dieser Zeit in Deutschland gehören. Darüber hinaus entstanden auf dem Hofgut etwa 150 Gemälde. Ein Dokumentationszentrum unterrichtet über das Werk Slevogts, der hier 1932 starb. Die Räume sind mit persönlichen Gegenständen des Künstlers ausgestattet (Porzellan, Glas, Graphik). Im Rahmen regelmäßiger Führungen (ca. 30 – 40 Min.) können vier Räume, in denen auch viele persönliche Gegenstände des Künstlers untergebracht sind, besichtigt werden. Mit einem Schild wird darauf hingewiesen, dass die Führung für Kinder unter 5 Jahren nicht geeignet ist. Filmen und fotografieren ist nicht gestattet. Öffnungszeiten: Die Gaststätte ist geöffnet von 10.30 bis 18 Uhr. Donnerstag und Freitag Ruhetag. Die Besichtigung der Slevogträume ist nur im Rahmen der Führungen möglich. Führungen: Von Ostern bis Ende Oktober täglich außer Donnerstag und Freitag um 11.15 Uhr, 13.30 Uhr. Samstag und Sonntag zusätzlich um 16 Uhr. Auskunft: Fam. Emanuel-Slevogt, Telefon 06345 3685.

Slevogt-Medaille
1972 vom Land Rheinland-Pfalz gestifteter Preis für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Bildenden Kunst.

Sommer, Lina
Geboren 1862 in Speyer, gestorben 1932 in Karlsruhe, bestattet in Jockgrim, wo sie seit etwa 1920 lebte. Dichterin und Erzählerin, die zahlreiche Gedichte, Kinderbücher, Prosa- und Theaterstücke schrieb. Sie wird auch als erste große pfälzische Mundartdichterin gesehen.

Speyer
Kreisfreie Stadt. 50.280 Einwohner, Fläche ca. 43 qkm, 104 m NN. Nachweislich bestand hier eine keltische Siedlung. Um 10 v. Chr. existierte zw. bischöflichem Palais und Rathaus ein römisches Militärlager. Die sich entwickelnde Zivilsiedlung, zuerst Noviomagus, dann Civitas Nemetum genannt, wuchs trotz einiger Zerstörungen zu einem regionalen Verwaltungsmittelpunkt, der seit dem 6. Jhdt. als "Spira" in Urkunden erwähnt ist. Unter den salischen Kaisern (1024 - 1125) stieg Speyer zu einem herrschaftlichen Zentrum des Deutschen Reiches auf. Seit 1294 ist Speyer "Freie Reichsstadt". Von den 50 hier abgehaltenen Reichstagen sind die von 1526 und 1529 besonders bedeutsam, da sich hier die Spaltung der römischen Kirche vollzog. Auf Befehl Ludwig XIV. wurde Speyer 1689 niedergebrannt. 10 Jahre später begannen zurückgekehrte Bürger mit dem Wiederaufbau. Während der Zugehörigkeit der Pfalz zu Bayern (1816 - 1945) war Speyer Regierungssitz für die Bayerische Pfalz. Sehenswertes: Kaiserdom, Altpörtel, Technik-Museum, Judenbad, Historisches Museum der Pfalz, Dreifaltigkeitskirche (1717), Gedächtniskirche (1904), Hans-Purrmann-Haus, Feuerbach-Haus, Haus der Badisch-Pfälzischen Fasnacht, Brezelfest. Info: Verkehrsamt, Telefon 06232 14-392. Internet: www.speyer.de

Speyerbach
Das Flüßchen entspringt bei Speyerbrunn und fließt bei Speyer in den Rhein.

Speyerbrunn
Kleine Ansiedlung zwischen Elmstein und Johanniskreuz.

Speyerer Dom
siehe Kaiserdom

Spielbank Bad Dürkheim
Bad Dürkheim. Die Einrichtung, die seit 1949 besteht, ist eine Dependance der Spielbank Bad Neuenahr. Das Bruttospielergebnis liegt bei jährlich etwa 23 Mio. Euro. Täglich von 14 - 2 Uhr Roulette, American Roulette, Black Jack, Puncto Banco, eine Variante des bekannteren Baccara. Von 16 - 23 Uhr Automatenspiele. Info: Am Schlossplatz 6 - 7, 67098 Bad Dürkheim, Telefon 06322 94249, Internet: www.casino-bad-duerkheim.de

Spirkelbach (PS)
östl. von Hauenstein, 699 Einwohner, 250 m NN, 1303 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Von alten Fachwerkhäusern geprägtes Dorfbild, Röhrenbrunnen am Ortsausgang an der Straßenabzweigung nach Schwanheim. Info: VG Hauenstein

Sportbund Pfalz
Barbarossaring 56, 67655 Kaiserslautern, Telefon 0631 341120. Internet: www.sportbund-pfalz.de

St. Julian, St. Martin
siehe unter „Sankt ....“

Staatsbäder
Mit Bad Bergzabern und Bad Dürkheim verfügt die Pfalz über zwei traditionsreiche Staatsbäder an der Weinstraße. Hauptanziehungspunkt des Kneippkurortes Bad Bergzabern ist das Thermalbad mit vielseitigen therapeutischen Angeboten. Eine spezielle Rückenschule nimmt sich der Heilgymnastik gegen Rücken-schmerzen an. Anerkannt sind auch die Kartoffel- und Reisdiäten. Mit der Traubenkur begann bereits um 1820 in Bad Dürkheim eine Therapie, die alljährlich im Herbst angewendet wird und die der Entschlackung dient. Seit 1847 erzeugt die Saline Meeresklima im Binnenland, das wohltuend auf Atmungsorgane und Schleimhäute wirkt. Von der mineralhaltigen "Fronmühlquelle" wird auch das Thermalbad gespeist. Info: www.staatsbad.bad-duerkheim.de

Staab, Lina
Geboren 1901 in Neustadt, gestorben 1987 in Kaiserslautern. Die Schriftstellerin verfasste u.a. Gedichte, Erzählungen und Theaterstücke.

Stabenbergwarte
Neustadt-Gimmeldingen. Die Aussichtswarte auf dem Stabenberg (494 m) wurde 1903/04 vom Pfälzerwaldverein, Ortsgruppe Ludwigshafen, erbaut. Sie ist 9 Meter hoch und über 22 schmale Stufen zu begehen. Die Stabenbergwarte gehört noch zu der Generation der „schlichten Aussichtsbauwerke“, bei denen nicht die Mittel und die Helfer zur Verfügung standen, um einen hohen Turm zu bauen. Im Turm befindet sich ein Unterstellraum mit Bänken, der die Wanderer bei schlechtem Wetter schützt. Die Aussicht ist durch hohen Baumwuchs stark eingeschränkt. Zu sehen sind noch (von Osten/links nach Westen/rechts): die Rheinebene zwischen Speyer und Germersheim mit dem Kernkraftwerk Philippsburg im Hintergrund, ein Teil der Stadt Neustadt mit der sie umgebenden Weinanbauregion und den Weinbiet mit Turm und Sendeanlange der Post. Mehrere Tische und Bänke sind vorhanden. Wie erreicht man den Turm? Von Neustadt-Stadtmitte kommend biegt man in Gimmeldingen 200 m hinter dem Ortsschild nach links in die Hainstraße (Schild „Gimmeldinger Tal“) ab. Auf dieser schmalen Straße fährt man etwa 2 km bis zum Parkplatz „Looganlage“/“Forsthaus Benjental“. Eine Karte am Straßenrand hilft, sich zu orientieren. Man nimmt zuerst den Weg „weißer Punkt“. Dieser führt über die Mußbachbrücke geradeaus, einige Steinstufen hoch und dann nach rechts bergan. Nach etwa 10 Minuten stößt man auf den Weg „rot-weißer Balken“, der, gut markiert, auf den Gipfel des Stabenbergs führt. Nach ca. 25 Minuten kommt man an der Königsbacher Sängerklause, einer kleinen Schutzhütte, vorbei. Gehzeit insgesamt ca. 40 Minuten.

Städtisches Museum Bad Bergzabern
Bad Bergzabern, Königsstr. 45. Das Museum der Stadt ist im historischen Gasthaus „Zum Engel“ untergebracht. Dies ist einer der schönsten Renaissancebauten der Stadt. Das Museum dokumentiert die Geschichte der Siedlung „Zabern“, die 1286 das Stadtrecht erhielt. Schwerpunkte bilden das 18. Jhdt., als im Schloss die Herzogin Karoline von Pfalz-Zweibrücken residierte, und die Zeit des Vormärz, in der Bergzabener Politiker wie Culmann, Pistor und Schüler eine Rolle spielten. Das Museum erinnert an eine Reihe von bedeutenden Persönlichkeiten, die hier lebten und wirkten. Dazu gehören u.a. der Naturforscher Jakob Theodor, genannt Tabernaemontanus, der Historiker Georg Weber, die Schriftstellerin Martha Saalfeld und der Grafiker Werner von Scheidt. Desweiteren findet man im Museum Exponate über Brauchtum (z. B. die Böhämmerjagd), Handwerk und Gewerbe. Zum Museum gehört auch das Kabinett des Bergzabener Kunstsammlers Willibald Gänger (Gemälde und Grafiken). Öffnungszeiten: während des Sommerhalbjahrs Mittwoch und Samstag 16 - 18 Uhr, Eintritt frei. Info: Telefon 06343 701-18 oder Kurverwaltung.

Stadtmuseum Ludwigshafen
Ludwigshafen, Im Rathaus-Center (1. OG), Rathausplatz 20. Das Museum bietet zahlreiche wertvolle und interessante Funde und Exponate, die professionell in Vitrinen oder Szenarien ausgestellt und prima beschriftet sind. Wenn in dem modernen Großraum auch etwas die Atmosphäre der Museen, die in historischen Gebäuden untergebracht sind, fehlt, so erhält man dafür einen abwechslungsreichen und umfassenden Blick in die Geschichte der vorderpfälzischen Großstadt. Themenschwerpunkte: Vor- und Frühgeschichte im Raum Ludwigshafen, u.a. Urnenfeldergrab, röm. Kindersarg – Geschichte der Stadtteile - Nationalsozialismus und Weltkrieg – Ludwigshafen im 20. Jhdt. mit typischen Zimmereinrichtungen – Dokumente über den Philosophen Ernst Bloch – Bildwand „100 Jahre Ludwigshafen“ – Gründung und Industrialisierung Ludwigshafens – Kurpfälzische und bayerische Regenten – Hist. Waffen – Die Rheinschanze – mehrere Modelle von Ludwigshafen (1909), den Stadtteilen, Oggersheimer Schloss und Rheinschanze – Frankenthaler Porzellan – Empirezimmer (Anfang 19. Jh.) – originelles Münzkabinett mit umfangreicher Sammlung – Pfälz. Marionettenbühne. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag bis Sonntag 10 – 17.30 Uhr, Donnerstag 14 – 20 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 0621 504-2574.

Stadtmuseum Zweibrücken
Zweibrücken, Herzogstraße 8. In dieser Dauerausstellung, in dem historischen Mannlichhaus in der sog. Neuen Vorstadt untergebracht, sind zahlreiche Zeugnisse zur Geschichte der Stadt und des ehem. Herzogtums Zweibrücken zusammengetragen. Schwerpunkte: Vor- und Frühgeschichte ( Römerzeit ( alte Stadtansichten und Planzeichungen von Zweibrücken ( das barocke Zweibrücken mit Erinnerungen an die bekannten Architekten, Maler und Gärtner der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken ( das höfische Leben im barocken Zweibrücken u.a. mit besonderen Werken der damaligen Handwerkerschaft ( Zweibrücker Porzellan ( die Tradition des Druckerei-, Zeitungs- und Verlagswesens ( das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, u.a. mit Bildern, Münzen und Landkarten ( die Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg ( Ansichtskarten aus der Zeit vor 1945 ( Zweibrücken als Garnisonsstadt. Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 15 – 18 Uhr, Sonntag 11 – 12 Uhr und 15 – 17 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Stadtarchiv, Telefon 06332 871-380.

Stadt- und Festungsmuseum Germersheim
Germersheim, Im Ludwigstor, Ludwigsring. In den 40 Räumen wird vor allem die Geschichte der Stadt dokumentiert. Dass Germersheim lange Zeit Festungs- und Militärstadt war, spiegelt sich auch bei den Exponaten wider: Waffen, Uniformen, Karten, militärische Geräte. Beeindruckend ist das Modell der ehemaligen Festung. Ferner gibt das Museum Einblicke in altes Handwerk wie das Zigarettendrehen, das Schnapsbrennen, die Schuhmacherei, das Buchbinden oder die lange Zeit in Germersheim bedeutende Emailschilder-Produktion. Öffnungszeiten: April bis Dezember jeden 1. Sonntag im Monat 10 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr. Auskunft: Telefon 07274 960220.

Stäffelsbergturm
Dörrenbach. Der 1867 vom Verschönerungsverein Bergzabern erbaute 14 m hohe Turm auf dem Stäffelsberg (481 m) wurde 1947 von den Franzosen gesprengt, weil er während des 2. Weltkriegs zu militärischen Zwecken genutzt worden war. An seiner Stelle steht jetzt der 21 m hohe Beton-Neubau, den die Gemeinde Dörrenbach und der „Heimatbund“ im Jahre 1964 erbauen ließen. Dieser wurde 1985 gründlich renoviert und ist mittlerweile mit Antennen- und Funkanlagen „verziert“. 120 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform. Dort geben vier Orientierungstafeln (in jede Windrichtung eine) Auskunft darüber, welche Orte, Berge und sonstige markanten Punkte (bei klarem Wetter) zu sehen sind. Im Norden reicht der Blick bis zum Luitpoldturm auf dem Weissenberg, zur Kalmit und zum 62 km entfernten Donnersberg. Der Trifels, der Wasgau, Weißenburg, Straßburg, Philippsburg mit dem Kraftwerk, Speyer und natürlich die Rheinebene mit der Weinstraße kann man in den anderen Himmelsrichtungen ausmachen. Am Fuße des Turmes stehen eine kleine Schutzhütte sowie mehrere Bänke und Tische. Wie erreicht man den Turm? Von der B 38 kommend durchquert man Dörrenbach auf der Hauptstraße. An deren Ende biegt man links in die Talstraße ein und fährt geradeaus bergan in den Heideweg. Am Ende des Heidewegs folgt man der Beschilderung „Stäffelsberg-turm“. Nach 600 Metern gelangt man zum Waldparkplatz „Stäffels-berg“. Auf dem gut gekennzeichneten, teilweise steilen Rundwanderweg Nr. 17 erreicht man nach etwa 20 Minuten den Turm. Am Ortseingang ist eine Orientierungstafel errichtet. Wer genügend Zeit hat, sollte dort parken und auf seiner Wanderung zum Turm den sehenswerten Ort in aller Ruhe „mitbesichtigen“.

Stahlberg (KIB)
nord(west)lich von Rockenhausen, 199 Einwohner, 400 m NN, 1545 erstmals urkundlich erwähnt. In diesem Ort gibt es keinen Durchgangsverkehr. Der Stahlberg (489 m) ist eine markante Erhebung. Dort steht der mit 3,40 m Höhe größte pfälzische Menhir, der "Lange Stein". Wie eine Tafel am Ortseingang informiert, betrieb man hier früher Quecksilber- und Silberbergbau. Zur Ortsbild gehört der freistehende Glockenturm (1911). Info: VG Rockenhausen

Standenbühl (KIB)
südl. von Kirchheimbolanden an der B 40, 219 Einwohner, ca. 230 m NN, 1263 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die Gemeinde an der B 40 („Kaiserstraße“) ist weithin bekannt durch das Pferdezentrum, den Verkaufs- und Ausbildungsstall des Pferdezuchtverbandes Rheinland-Pfalz-Saar. Wahrzeichen des Orts ist das Rathaus mit dem Glockentürmchen, das in einem renovierten Gebäude von 1827 untergebracht ist. Info: VG Göllheim.

Stauf
OT von Eisenberg Sehenswertes: Burg Stauf

Steinalben (PS)
Zwischen Pirmasens und Kaiserslautern an der B 270, 463 Einwohner, 1272 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Waldfischbach-Burgalben

Steinbach am Donnersberg (KIB)
zw. Kaiserslautern und Kirchheimbolanden, nordwestlich von Winnweiler, 796 Einwohner, 260 m NN, 1194 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Viele tausend Gäste kommen jedes Jahr in die Jugendherberge nach Steinbach. Das Quartier ist Ausgangspunkt für vielfältige Unternehmungen in der Donnersbergregion. Die Prot. Kirche, im Ursprung 1450/1452 erbaut und nach Zerstörungen in 1632 und 1698 im 18. Jhdt. wiedererrichtet, gilt als eine der schönsten gotischen Kirchen der Nordpfalz. Es handelt sich um einen ansehnlichen Saalbau mit einem vierachsigen Langhaus, einem fünfseitigem Chor und einer barocken Turmhaube (1720). Noch erhaltene Rippenansätze zeugen davon, dass das Langhaus früher gewölbt gewesen sein muss. Aus der Gotik stammen die Maßwerkfenster und das Sakramentshäuschen mit Christuskopf in der Nordwand des Chores. Die Brüstungen der umlaufenden Emporen und die Kanzel sind mit Malereien aus dem 18. Jhdt. verziert, die früher wohl der Glaubensunterweisung dienten. Die Orgel wird ungefähr auf das Jahr 1730 datiert. Das dreistimmige Geläut stammt ebenfalls aus dem 18. Jhdt. Auf dem jüdischen Friedhof sind noch rund 50 Grabsteine aus dem 19./20. Jhdt. erhalten. Info: VG Winnweiler

Steinbach am Glan (KUS)
südlich von Kusel, an der B 423, 965 Einwohner, im Jahre 1355 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum. Info: VG Glan-Münchweiler

Steinbruch-Museum
Rammelsbach. Die Gemeinde Rammelsbach hat hier der mühseligen Gewinnung des Hartsteins ein Denkmal gesetzt. Es veranschaulicht die 120jährige Geschichte des "Dimpel", wie der frühindustrielle Betrieb heute noch genannt wird. Schaubilder und Dokumente führen die Schwerstarbeit vor Augen, die von Männern und Frauen am "Rammelsbacher Kopf" geleistet wurde. Um die Jahrhundertwende waren im Steinbruch 700 Männer und 200 Frauen beschäftigt, wobei die Frauen "Schotter" zu klopfen hatten. (Siehe Wilhelm-Panetzky-Museum)

Steinemuseum
Dörrmoschel, Hauptstraße 55. In seinem kleinen Museum in einem alten Stallgebäude zeigt Georg Kattler einen Querschnitt seiner Steinesammlung, die er in rund 30 Jahren zusammengetragen hat. In mehreren Vitrinen und Regalen kann man Mineralien und Fossilien bestaunen, so z. B. eine Sandrose aus der Sahara, einen Mammut-Backenzahn, versteinerte Dachschädellurche, Muscheln, Schnecken, Blätter, Tannenzapfen und Hölzer sowie verschiedene glitzernde Drusen (Anm.:mit Kristallen gefüllte Gesteinshohlräume), Achate und Lavagestein. Abgerundet wird die Sammlung durch einige Funde aus der Stein- und Römerzeit sowie Teile von den Battenbergern Blitzröhren. Öffnungszeiten: 1. und 3. Sonntag im Monat 10 – 16 Uhr (wenn Museumstür geschlossen, einfach an der Haustür fest klopfen). Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 06361 22190, Georg Kattler.

Steinenschloss
siehe Burg Steinenschloss

Steinfeld (SÜW)
7 km südöstlich von Bad Bergzabern im Bienwald, 1.950 Einwohner, 150 m NN, 982 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Kakteenland. Info: VG Bad Bergzabern.

Steinweiler (GER)
nordwestlich von Kandel, 1.806 Einwohner, 968 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kandel

Steinwenden (KL)
westlich von Ramstein-Miesenbach, 2.545 Einwohner, 230 m NN, 1194 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Ramstein-Miesenbach

Stelzenberg (KL)
südlich von Kaiserslautern, 1.277 Einwohner, 1293 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kaiserslautern-Süd

Stetten (KIB)
östlich von Kirchheimbolanden, 629 Einwohner, 250 m NN, 835 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren sehr viel unternommen, um den ursprünglichen dörflichen Charakter des alten Ortskerns zu bewahren. Ein vielbeachteter romanischer Sakralbau ist die Kath. Kirche Hl. Dreifaltigkeit. Die Kirche lässt drei Bauepochen erkennen: den wuchtigen, dreigeschossigen romanischen Turm (11. Jhdt.), das barocke Kirchenschiff (1631/18. Jhdt) mit einer Stuckdecke und den gotischen Chor (14. Jhdt). Den Turm zieren zahlreiche Reliefs. In dieser Form in der Pfalz einzigartig ist das rundbogige Portal mit zwei kleineren rundbogigen Portalen als Verbindung zwischen Turm und Langhaus. Zur Ausstattung gehören zahlreiche kunsthistorisch interessante Teile, wie z. B. ein beachtenswertes 35-teiliges Wandbild an der Nordseite des Chores, ein pokalähnlicher Taufstein (ca. 1350) oder eine barocke Christusfigur. Auf dem Gelände um die Kirche stehen noch einige bemerkenswerte Grabsteine und Kreuze, so ein römischer Steinsarkophag (4. Jhdt.) und das spätbarocke Friedhofskreuz (ca. 1750). Ein typischer Alltagsbau aus der Mitte des 19. Jhdts. ist das ehem. Wirtschaftsgebäude in der Straße „Backesberg 3“. Die Häuser in der Hauptstraße 15 und 17 sind aus dem früheren Schloss hervorgegangen, das der örtliche Adel im 17./18. Jhdt. hier errichtet hatte. Info: VG Kirchheimbolanden. Internet: www.kirchheimbolanden.de

Stiftskirche
Kaiserslautern. Die Stiftskirche gilt als bedeutendste spätgotische Hallenkirche Südwestdeutschlands. Sie entstand auf den Mauern eines Vorgängerbaus. Mit dem Chor wurde der älteste Bauabschnitt Ende des 13. Jahrhunderts fertig gestellt, während das Langhaus - ein hochgotischer Hallenbau mit schmalen Seitenschiffen - erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts (ca. 1320 – 1350) angebaut wurde. Eine bauliche Besonderheit sind die zweigeschossigen Fenster. Heute ist die Stiftskirche eine protestantische Pfarrkirche. Der Brunnen vor der Kirche wird 1571 erstmals erwähnt. Die Stiftskirche ist die Geburtsstätte der "Pfälzischen Union", bei der sich 1818 die Lutheraner und die Reformierten in der Pfalz zur "Vereinigten protestantisch-evangelisch-christlichen Kirche" zusammenschlossen. An das kirchenpolitisch bedeutsame Ereignis erinnert ein Marmordenkmal von Professor Knoll in der Eingangshalle des Hauptportals: Es zeigt unter anderem Johannes Calvin, Martin Luther, Philipp Melanchton, Ulrich Zwingli, Ulrich von Hutten und Franz von Sickingen. Die geschichtlichen Wurzeln der Stiftskirche gehen - wie könnte es anders sein in Kaiserslautern - auf Barbarossa zurück, der an dieser Stelle ein Kloster errichten ließ. Nachdem dieses Prämonstratenser-Kloster 1511 aufgelöst worden war, entstand hier zunächst ein weltliches Stift, das zwar nur bis 1565 existierte, doch bis heute noch im Namen der Kirche weiter existiert.

St. Julian, St. Martin
siehe unter „Sankt ....“

Stockinger, Georg Jakob
Am 9. September 1798 in Odernheim am Glan geboren, gestorben am 10. Januar 1869 in Frankenthal, Rechtsanwalt, von 1857 bis 1863 Oberstaatsanwalt am Bezirksgericht Frankenthal. Als angesehener liberaler Politiker bestimmte er in den 1830er/40er Jahren das politische Geschehen in der Pfalz maßgeblich mit. Er gehörte von 1845 bis 1849 zu den führenden Politikern der Opposition im Bayerischen Landtag und war Mitglied des ersten deutschen Parlaments von 1848/49 in der Frankfurter Paulskirche.

Stöckle, Joachim
1936 geboren. Der "Pfälzer von Geburt und Lebensart" ist aufgewachsen in Wolfstein, machte sein Abitur in Landau, studierte in München und lebt seit vielen Jahren in Kandel. Der Verwaltungsjurist und Volkswirt Stöckle hat als Landrat im Kreis Germersheim von 1976 bis 1991 maßgeblich den Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Pfalz und dem Elsass, aber auch mit Baden und der Schweiz in verschiedenen Funktionen mitgestaltet. 1999 wurde er (bis 2004) zum Vorsitzenden des Bezirkstags gewählt.

Streichelzoo Rülzheim
Rülzheim, Am See. Öffnungszeiten: täglich 9.30 bis 22 Uhr, dienstags bis 13 Uhr. Telefon: 07272 75740.

Striefflerhaus
Landau, Löhlstraße 3. Das Haus (Art Deco, Jugendstil) wurde 1924/25 nach Plänen von Fritz Kindler für Heinrich Strieffler als Wohnhaus mit Atelier erbaut. Zu sehen ist der Nachlass des bedeutenden pfälzischen Landschaftsmalers Heinrich Strieffler (1872 - 1949) und seiner Tochter Marie Strieffler (1917 - 1987). Im mittleren Stockwerk finden ganzjährig wechselnde Ausstellungen, vorwiegend „Altpfälzer Malerei“, statt. Öffnungszeiten: während der Ausstellungen freitags bis sonntags 14 - 17 Uhr. Auskunft: Telefon 06341 86204 oder Büro für Tourismus, Telefon 13181.

Strieffler, Heinrich
Am 8. Juli 1872 in Neustadt geboren, am 26. Dezember 1949 in Landau gestorben. Maler, sein Haus in Landau, Löhlstraße 3, wo er seit 1904 wohnte, ist heute Museum und Galerie (siehe Striefflerhaus). Ab 1891 besuchte er die Kunstgewerbeschule, danach die Akademie in München. Ein Stipendium führte ihn nach Italien. Seine Postkartenserie mit pfälzischen Motiven erreichte eine Millionenauflage.

Stumm, Johann Michael
geboren 1683. Der gelernte Schmied entwickelte sich über den Goldschmied zum Orgelbauer und legte damit den Grundstein für eine Orgelbauer-Dynastie. Die berühmte Orgelbaufamilie belieferte über mehrere Generationen hinweg etwa 350 Kirchen in ganz Deutschland mit Qualitätsorgeln. Viele der Instrumente sind heute noch funktionsfähig und werden wegen ihres außergewöhnlichen Klangs gerne für Konzerte genutzt.
Johann Michael Stumm, geboren 1683. Der gelernte Schmied entwickelte sich über den Goldschmied zum Orgelbauer und legte damit den Grundstein für eine Orgelbauer-Dynastie. Die berühmte Orgelbaufamilie aus Sulzbach (Hunsrück) belieferte über mehrere Generationen hinweg etwa 350 Kirchen in ganz Deutschland mit Qualitätsorgeln. Viele der Instrumente sind heute noch funktionsfähig und werden wegen ihres außergewöhnlichen Klangs gerne für Konzerte genutzt.

Stumpfwald
Das Waldgebiet nördlich der A 6 zwischen Eisenberg und Enkenbach-Alsenborn nennt man Stumpfwald. Obwohl die Herkunft des Namens umstritten ist, belegen zahlreiche Funde seine wirtschaftliche Bedeutung in früheren Jahrhunderten.

Stumpfwaldbahn
Ramsen (KIB). Von Mai bis Mitte Oktober lädt der Verein Stumpfwaldbahn e. V. zu einer gemütlichen Fahrt auf einer landschaftlich reizvollen Strecke zwischen Kleehof und Eiswoog ein. Als Transportmittel wurden ehemalige Grubenloks umfunktioniert, die mit ca. 15 km/h auf der ca. 2 km langen Strecke zwischen dem Eiswoog und dem Bahnhof „Bockbachtal“ (am Kleehof) auf den Schmalspurschienen verkehren. Die Gleise stammen aus dem früheren Ton- und Klebsandabbau in der Region. Der Verein verfügt über 15 Lokomotiven, u.a. eine Feldbahndampflok von 1912. Anfahrt: A 6 Mannheim – Kaiserslautern, Abfahrt Wattenheim, nach Hettenleidelheim, Ramsen, durch den Ort Rg. Kaiserslautern, nach ca. 3,5 km links. Mit dem Zug: Bahnhof Ramsen, von dort ca. 45 Min. Fußweg. Fahrtage: normalerweise von Pfingsten bis 3. Oktober jeden Sonntag (nicht an Fronleichnam!). Dampfbetrieb mit der 5-PS-Dampflok findet jeweils am 2. Sonntag im Monat und am 3. Oktober zum Autofreien Eistal statt. Den genauen Fahrplan findet man im Internet. Telefon: 06356 8035. Internet: www.stumpfwaldbahn.de

Südwestpfälzische Hochfläche
Die Sickinger Höhe und das Zweibrücker Hügelland bilden zusammen die Südwestpfälz. Hochfläche. Zentrale Wasserader ist der Schwarzbach. Die meisten Straßen der Südwestpfälz. Hochfläche treffen in Zweibrücken zusammen.

Sulzbachtal (KL)
nordwestlich von Kaiserslautern nahe der B 270, 485 Einwohner, 1379 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Otterbach