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Bachlehrpfad
Göcklingen. Entlang der Talauen des Kaiserbachs, beginnend an der Kaiserbacher Mühle, durch die Ortschaften Göcklingen, Heuchelheim-Klingen und Billigheim-Ingenheim zieht sich der 9,5 km lange Bachlehrpfad. Durch vielseitige Kennzeichnung und Beschilderung von Fauna und Flora wird dem Besucher die Vegetation in ihrer ursprünglichen Form nähergebracht. Alte Mühlen und alte Waschbänke entlang des Kaiserbachs erinnern an frühere Lebensgewohnheiten und altes Brauchtum. Führungen für Gruppen sind nach Voranmeldung möglich.
INFO: Büro für Tourismus Leinsweiler, Telefon 06345 3531.

Bad Bergzabern (SÜW)
acht Kilometer nördlich der franz. Grenze, 15 km südwestlich von Landau, Staatsbad, heilklimatischer Kurort, Kneippheilbad, 8.034 Einwohner, 170 - 220 m NN, Stadtrechte seit 1286. Sehenswertes: Schloss, Gasthaus Engel (16. Jhdt.), Bergkirche, Altstadt, Marktplatz mit Barockhäusern und Ev. Pfarrkirche (1320), ehem. Stadtbefestigung, Dicker Turm, Storchenturm, Kurpark, Thermalbad, Zinnfigurenmuseum, Schwanenweiher, Städt. Museum im Gasthaus Engel, Bismarckturm, Galerie d. Südpfälz. Kunstgilde e. V.
INFO: Kurverwaltung oder VG-Verwaltung, Telefon 06343 701-0, www.bad-bergzabern.de

Bad Dürkheim
20 km westlich von Ludwigshafen, an der Kreuzung B 271/B 37, 18.652 Einwohner, 132 m NN, 778 erstmals urkundlich erwähnt, 1035 ging der Ort als Schenkung an das Kloster Limburg über. Kreis-, Wein-, Kur- und Kongressstadt an der Deutschen Weinstraße, drittgrößte weinbautreibende Gemeinde Deutschlands. 1595 wurde die Saline errichtet, 1905 zum "Bad" ernannt, seit 1973 Staatsbad des Landes Rheinland-Pfalz. Die Stadt liegt in der mildesten Klimazone nördlich der Alpen. Mit 2.140 Sonnenstunden wurde Bad Dürkheim vom Metereologen Jörg Kachelmann offiziell zum sonnigsten Ort auf dem deutschen Festland im Jahre 2005 gekürt. Sehenswertes: Dürkheimer Fass, Klosterruine Limburg, Salinarium, Kurhaus (1826), Gradierbau, Solebad (1847 eröffnet), Schlosskirche (1335, Turm 1866 erneuert) mit Grabkapelle der Leininger, Pfalzmuseum für Naturkunde, Kurpark, Klosterkirche Seebach, Burg Hardenburg, Burg Schlosseck, Hamam, Freilichtbühne Klosterruine Limburg, Heidenmauer, Spielbank, Dürkheimer Wurstmarkt, Bismarckturm, Flaggenturm, Zeppelinturm, Kulturzentrum "Haus Catoir" mit Heimatmuseum, römisches Weingut „Weilberg“, Krimhildenstuhl, Rathaus (1750) mit Turm und Freitreppe im OT Leistadt OT: Grethen, Hardenburg, Hausen, Leistadt, Seebach, Trift, Ungstein.
INFO: Tourist-Info, Telefon 06322 9566250, www.bad-duerkheim.de; www.staatsbad.bad-duerkheim.de

Badeparadies Zweibrücken
Zweibrücken, Hofenfelsstraße 120.
ÖFFNUNGSZEITEN: Montag 10 - 21 Uhr, Dienstag bis Samstag 8 - 21 Uhr, Sonn- und Feiertag 8 - 18 Uhr.
INFO: Sportamt, Telefon 06332 874-260.

Badepark Haßloch
Haßloch, Lachener Weg 175. Ausgestattet ist das Freizeitbad mit Innen- und Außenbereich unter anderem mit einem Warm-Wasser-Becken, Abenteuer-Becken, Riesenrutsche, Saunalandschaft, Solarium, Dampfbad und Cafeteria.
ÖFFNUNGSZEITEN: Montag 12 – 21 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 9 – 21 Uhr, Freitag 9 – 21 Uhr (Mi. Sept. bis Mi. Mai bis 22 Uhr), Samstag 9 – 21 Uhr, Sonntag 9 – 20 Uhr (Mi. Sept. bis Mi. Mai bis 19 Uhr).
INFO: Telefon 06324 5994-760,  www.badepark.de

Badepark Wörth
Wörth. Freibad mit 10 Becken (3000 qm Wasserfläche), Superdoppelrutsche (67 und 63 m).
INFO: Stadtverwaltung, Telefon 07271 1310 oder 6373

Bade- und Freizeitpark Kusel
Kusel, Trierer Straße 194. Hallenbad: mehrere Becken, 64-m-Rutsche, Hot-Whirl-Pool, Sprungturm. Freibad: beheizt, mehrere Becken, Wildwasserkanal, 58-m-Rutsche.
INFO: VG-Verwaltung, Telefon 06381 420556.

Bajasseum
Enkenbach-Alsenborn, Ortsteil Alsenborn, Rosenhofstraße. Das Zirkusmuseum erinnert an die Artistengeschichte des Ortes. Von ca. 1825 bis 1914 zogen Alsenborner Familien als Musikanten, Marionettenspieler und Akrobaten durch die Lande, um sich in der damaligen Krisenzeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb tragen die Alsenborner heute noch den Scherznamen "Bajasse" (Seiltänzer). Nach dem Ersten Weltkrieg waren die Alsenborner vor allem in der Varietéwelt bekannt. Das Zirkusmuseum stellt hauptsächlich mit Bildern die Epochen "Anfänge der Alsenborner Artisten", "Glanzzeit 1870 - Erster Weltkrieg" und "Nach dem Ersten Weltkrieg" dar. Freude haben die Museumbesucher auch an dem "kleinesten Zirkus der Welt".
ÖFFNUNGSZEITEN: täglich. Eintritt frei.
INFO: VG-Verwaltung, Tel. 06303 802-54.

Ball, Hugo
Im Jahr 1886 in Pirmasens geboren, gestorben 1927 in Lugano. Einer der bekanntesten aus der Pfalz stammenden Schriftsteller. Mitbegründer des Dadaismus (Int. Kunst- und Literaturrichtung, die alle bisherigen Kunstauffassungen ablehnt; Vorstufe zum Surrealismus). Ball schrieb u.a. eine bemerkenswerte Biographie über Hermann Hesse. Die Stadtbücherei Pirmasens besitzt über 1200 Exponate zu Leben und Werk des Schriftstellers.

Bann (KL)
südöstlich von Landstuhl, eingebettet in die Höhenzüge des Hausberges (471 m), 2.374 Einwohner, 1182 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswert: Sickinger Forsthaus (1761) mit einem gut erhaltenen Rokokoportal. Info: VG Landstuhl

Barbarossaburg
(siehe "Pfalz")

Barbelroth (SÜW)
ca. 5 km östlich von Bad Bergzabern, 609 Einwohner, 1219 erstmals urkundlich erwähnt, Wein- und Tabakanbau. Sehenswertes: zahlreiche unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhäuser.
INFO: VG Bad Bergzabern.

Bärenfelsen (Bärenhöhle)
Rodalben. Größte natürliche Felsenhöhle im Pfälzerwald, 40 m tief.

BASF
Badische Anilin- und Sodafabrik. 1865 gegründet. Der Chemiekonzern in Ludwigshafen ist eine der ersten und die größte Aktiengesellschaft der Pfalz. Die Firma mit rund 38.500 Mitarbeitern produziert u.a. Produkte für Pflanzenschutz und Ernährung, Veredlungsprodukte, Kunststoffe und Chemikalien. Die BASF ist auch im Erdöl- und Erdgasgeschäft tätig. Ihren Aufschwung im 19. Jhdt. verdankt die BASF der Herstellung synthetischer Farbstoffe (z. B. Indigo - das Jeansblau). Das Ludwigshafener Stammwerk der BASF, zu der weltweit rund 350 Gesellschaften gehören, ist mit 7 qkm Werksfläche das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt. Zu dem Komplex gehören 1.750 Gebäude, 115 km Straßen, 200 km Eisenbahnschienen und über 2.500 km Rohrleitungen. Mehr als 8.000 Verkaufsprodukte werden hier hergestellt.
INFO: www.basf.de

Bassermann-Jordan, Prof. Ernst von
Geboren 1876 in Deidesheim, gestorben 1932 in München. Kunsthistoriker, Schriftsteller, Bühnenautor, Theaterkritiker, Kapazität auf dem Gebiet der Zeitmesskunde und Uhren (mehrere Buchveröffentlichungen).

Bassermann-Jordan, Friedrich Armand von
geboren (1872) und gestorben (1959) in Deidesheim. Weingutsbesitzer, Historiker. Lebenswerk: "Die Geschichte des Weinbaus".

Baßler, Hansgeorg
Der langjährige SWR-Hörfunkmoderator, Rundfunkautor und Schriftsteller starb im Oktober 2001 an den Folgen eines Schlaganfalls. Hansgeorg Baßler war eine der programmprägendsten Persönlichkeiten des Südwestrundfunks (SWR) in Rheinland-Pfalz. Mehr als zwei Jahrzehnte lang bot er in seinen heimatnahen Sendungen anspruchsvolle, literarische Radio-Unterhaltung. Sendungen wie »Auf der Walz« oder »Singendes-Klingendes Rheinland-Pfalz« machten ihn zu einem der populärsten Moderatoren des Landes. Für sein »Morgenläuten« hat er von 1983 an mehr als 500 Städte und Dörfer, Klöster, Kirchen und Siedlungen besucht, dabei die Menschen vor seinem Mikrofon stets so reden lassen, wie es ihnen zumute war. Seine letzte Sendung »Morgenläuten« war auf SWR4 Rheinland-Pfalz am 14. Oktober 2001 zu hören. Hansgeorg Baßler wurde 1928 geboren. Er studierte in Paris. Er arbeitete zunächst als Dolmetscher für Französisch und als Lehrer in Kaiserslautern, später dann als Journalist und Autor für den SWR. Sein schriftstellerisches Werk umfasst 13 Bücher. Zu den bekanntesten zählen »Hobelspäne« und »Das gebutterte Pferd«. Ferner hat er mehrere Theaterstücke ins Pfälzische übersetzt, darunter Molières »Der eingebildete Kranke«. Für seine Arbeit als Schriftsteller und Journalist wurde er häufig geehrt und ausgezeichnet. Er erhielt unter anderem den pfälzischen Medienpreis und von Ministerpräsident Kurt Beck den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.

Battenberg (DÜW)
südwestlich von Grünstadt, auf einem Bergvorsprung, 393 Einwohner, 300 m NN, 788 erstmals urkundlich erwähnt, Wein- und Obstbau, Sehenswertes: Reste der Burg Battenberg sind noch erhalten und zu besichtigen, "Blitzröhren" (röhrenförmig im Stein eingelagerte Eisenablagerungen). Aussicht in die Rheinebene, Ev. Kirche (13. Jhdt., romanische und frühgotische Elemente).
INFO: VG Grünstadt-Land

Battweiler (PS)
nordöstlich von Zweibrücken, 795 Einwohner, 1278 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG Zweibrücken-Land

Bayerfeld-Steckweiler (KIB)
nördlich von Rockenhausen an der B 48, 454 Einwohner, 180 m NN, 1194 erstmals urkundlich erwähnt, seit 1798 eine Gemeinde. Die Ausstattung der Kath. Kirche im OT Bayerfeld stammt aus dem Jahre 1767, das gegenüber liegende Pfarrhaus (Hauptstr. 31) ist 1845 erbaut worden. Zu dem Ort gehört u.a. das Gehöft Stolzenbergerhof.
INFO: VG Rockenhausen

Bayersdörfer, Dr. Michael
Der 1867 in Bellheim geborene Arzt bestimmte u.a. als Vorsitzender der Bayer. Volkspartei für die Pfalz und als Reichstagsabgeordneter die Geschicke der Pfalz mit. Er starb 1940.

Bechhofen (PS)
nördlich von Zweibrücken, 2.290 Einwohner, 1291 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Zweibrücken-Land

Beck, Kurt
geboren am 5. Februar 1949 in Bad Bergzabern, wohnhaft in Steinfeld. Der SPD-Politiker gehört seit 1979 dem rheinland-pfälzischen Landtag an, von 1991 bis 1994 Fraktionsvorsitzender. Seit 4. Dezember 1993 Vorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz. Am 26. Oktober 1994 übernahm er von Rudolf Scharping das Amt des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz.

Becker, Dr. Albert
geboren 1879 in Speyer, gestorben 1957 in Heidelberg. Lehrer, Historiker, Volkskundler, machte sich besonders um die pfälzische Geschichtsforschung verdient. Er schrieb das Buch "Pfälzer Volkskunde" sowie zahlreiche weitere Veröffentlichungen.

Becker, August
geboren 1828 in Klingenmünster, gestorben 1891 in Eisenach. Becker wird als der Begründer der pfälzischen Volkskunde bezeichnet. 1858 erschien sein bekanntestes Werk "Die Pfalz und die Pfälzer". Er schrieb außerdem die Romane "Hedwig" und "Die Nonnensusel". In Klingenmünster ist ihm 1907 ein Denkmal gesetzt worden. Seit 1930 liegt er in seinem Geburtsort begraben. (siehe auch „August-Becker-Museum“).

Becker, Prof. Theo
geboren 30. Januar 1927 in Haßloch, gestorben 27. März 2006. Er prägte als Ordenskanzler (1963 bis 1972) und als Ordensmeister (1973 bis 2002) maßgeblich die positive Entwicklung der Weinbruderschaft der Pfalz e. V. 2001 wurde er ehrenhalber zum Großmeister ernannt. Er war u.a. Leiter eines Lehr- und Versuchsgutes in Deidenheim, verfasste zahlreiche Bücher und Fachabhandlung zum Thema Wein und setzte sich als „Weingewissen“ der Pfalz stets für einen sauberen, ehrlichen Wein ein. Dafür erhielt er mehrere Auszeichungen, darunter das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.

Bedesbach (KUS)
nordöstlich von Kusel, 740 Einwohner, 1364 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannter Erholungsort. Sehenswertes: Alte Schmiede.
INFO: VG Altenglan

Beerewei(n)museum
Eulenbis, Hauptstraße, im Bürgerhaus. Die Beere(n)weinherstellung (Birnenwein) war früher für die Eulenbiser Bevölkerung von großer Bedeutung. Noch heute prägen zahlreiche Weinbirnenbäume das Landschaftsbild. Das Museum widmet sich deshalb diesem Spezialthema. Kernstück ist die noch gut erhaltene Obstmühle. Bei besonderen Gelegenheiten kann man auch Beerewein(n) probieren. Schwerpunkte: Die Bedeutung der Streuobstwiesen für das Landschaftsbild und den Naturhaushalt ( Fotos von Weinbirnenbäumen ( Übersichtskarte Nordpfälzer Obstmühlen ( Konstruktion und Funktionsweise einer Obstmühle ( Geräte, die zur Beerewei(n)herstellung benötigt wurden.
ÖFFNUNGSZEITEN: nach Vereinbarung.
INFO: 06374 6034 (Hr. Degen) oder 1310 (Hr. Jung)

Beindersheim (LU)
nordwestl. von Frankenthal am Kreuz A 6/A 61, 2.928 Einwohner, 95 m NN, 855 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Barocke prot. Kirche (1748).
INFO: VG Hessheim

Bellheim (GER)
östlich von Landau, 8.483 Einwohner, 776 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG-Verwaltung, Tel. 07272 7008-0. www.bellheim.de

Bennhausen (KIB)
südlich von Kirchheimbolanden, östlich des Donnersbergs, 142 Einwohner, 1252 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemeinde, die viele Menschen von ihren Ausflügen zum Donnersberg kennen, hat in der Hauptstraße 21 hinter einem Schaufenster eine alte Schmiede wieder zum Leben erweckt. Sie kann vom Buswartehäuschen aus auf Knopfdruck beleuchtet und daher jederzeit besichtigt werden. In der Haltestelle gibt es Infos zum Schmiedehandwerk.
INFO: VG Kirchheimbolanden. www.kirchheimbolanden.de

Benzino, Joseph Johann
Geboren 1819 in Landstuhl, gestorben 1893 in München.

Berg (GER)
südlich von Wörth, nahe der franz. Grenze, 2.139 Einwohner, 120 m NN, 819 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG Hagenbach

Bergmannsbauernmuseum
Breitenbach (KUS). Bis zur Einweihung des Museums im August 1980 hatten die Christlichen Pfadfinder eine einzigartige Sammlung an Exponaten zum Bergbau, aber auch zur übrigen Historie der Region zusammen getragen. Die Sammlung wurde und wird im Laufe der Jahre ständig erweitert. Einen Schwerpunkt bilden die zahlreichen Gegenstände und Geräte aus dem Bergbau, Steine und Fossilien, eine Bergmannsbauern-Küche mit Original Küchenmöbel und Geschirr, ein typisches Wohn- und Musikzimmer „aus gutem Hause“. Die bäuerliche Welt ist ebenso umfassend bewahrt wie das Handwerkszeug der einstigen örtlichen Handwerksbetriebe. Sehenswert sind die Sammlung gusseisener Öfen und Ofenplatten und das Kirchenzimmer u. a. mit einem Original-Altar, einer Kanzel und Evangelistenfiguren. Zu sehen sind weiterhin römische Funde, Quadersteine und Silbermünzen aus dem 3. Jahrhundert, Kohlenfunde aus der Karbonzeit und Exponate zur heimischen Tierwelt. Schließlich ist auch den Pfadfindern ein eigener Raum gewidmet. Woher kommt der Name? In früherer Zeit arbeiteten die meisten Männer aus Breitenbach als Bergmänner oder als Bauern. Es gab aber auch zahlreiche Familien, in denen der Mann als Bergmann tätig war und die Frau die Landwirtschaft führte. Diese nannte man die Bergmannsbauern. Standort: “Alte Schule“, Waldmohrstraße, von Dunzweiler oder Waldmohr kommend gleich am Ortseingang.
ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch 18 - 22 Uhr, 1. Sonntag im Monat 14 - 18 Uhr. Eintritt: frei
INFO: 06386 1237. www.waldmohr.de/bbm

Besucherbergwerk Eisenerzgrube St. Anna-Stollen
Nothweiler. Die Geschichte des Bergwerks geht bis ins Jahr 1579 zurück, als Herzog Johann von Zweibrücken im benachbarten Schönau eine Eisenhütte errichten ließ. Die Hochphase der Eisengewinnung erlebte das Bergwerk im 19. Jhdt., nachdem die Familie Gienanth die Schönauer Eisenhütte übernommen hatte (1835). 1883 wurde die Hütte stillgelegt. Seit 1977 ist das ehemalige Bergwerk zur Besichtigung freigegeben.
Durch den St. Anna-Stollen gelangen die Besucher in die Abbauhohlräume. In den über 420 m langen Strecken und Schächten erhält man einen Eindruck, wie die Vorfahren Grubenbau im Buntsandstein betrieben. Durch die Freilegung des "Tiefen Stollens" (1991) kann den Besuchern gezeigt werden, wie das Eisenerz in den Stollen abgebaut und von dort über Tage befördert und weiterverarbeitet wurde. Besonders interessant sind die Wasserkanäle und das alte Wasserrückhaltebecken.
ÖFFNUNGSZEITEN: 1. April bis 31. Oktober Dienstag bis Sonn- und Feiertag 10 - 18 Uhr. Eintritt: 3 Euro, Kinder (je nach Alter) 0,50 bis 2,00 Euro.
INFO: Tourist-Information in Dahn, Telefon 06391 58 11 oder Zechenhaus, Telefon 06394 5354, www.nothweiler.de

Betzenberg
Kaiserslautern. Der wohl bekannteste Berg in der Pfalz. Hier befindet sich das Stadion des 1. FC Kaiserslautern. Wenn die Pfälzer ins Fritz-Walter-Stadion pilgern, dann gehen sie „uff de Betze“.

Bezirkstag

Das höchste Entscheidungsgremium des Bezirksverbands Pfalz ist der Bezirkstag Pfalz, der die wichtigsten Angelegenheiten des höheren Kommunalverbands beschließt. Er setzt sich aus 29 von der pfälzischen Bevölkerung alle fünf Jahre gewählten Mitgliedern zusammen. Aus ihrer Mitte wählen sie den Vorsitzenden des Bezirkstags Pfalz.

Bezirksverband Pfalz
Anders als in anderen Landesteilen von Rheinland-Pfalz können die Pfälzer auf vier Ebenen direkt an der politischen Gestaltung ihres Lebensbereiches mitwirken: in den Gemeinden, den Verbandsgemeinden, den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten und im Bezirksverband. Ein solcher höherer Kommunalverband ist in Rheinland-Pfalz einmalig. Der Bezirksverband nimmt Aufgaben wahr und unterhält Einrichtungen, die für die Bürger in der Pfalz von großer Bedeutung sind, die aber einzelne Landkreise und Städte überfordern würden, z. B. Pfalztheater, Historisches Museum der Pfalz, Pfalzgalerie, Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie, Pfalzinstitut für Hörsprachbehinderte, Meisterschule für Handwerker, Pfalzwerke Aktiengesellschaft (Beteiligung). Die Organe des Bezirksverbands sind der Bezirkstag und der Bezirkstagsvorsitzende. Zum Gebiet des Bezirksverbands gehören die acht Landkreise und acht kreisfreien Städte der Pfalz.
Als um 1800 das Gebiet der heutigen Pfalz an Frankreich fiel, wurde für das neugebildete "Departement Donnersberg" ein Departementalrat einberufen. Mit ihm wollte die franz. Regierung ihre Nähe zu den Bürgern demonstrieren. Allerdings hatte der Rat keinen tatsächlichen Einfluß auf die Verwaltung. Seine Aufgabe bestand darin, die pauschal erhobenen Steuern umzulegen. Dennoch kann dieses Gremium als Vorgänger des Bezirksverbandes gesehen werden.
Einen starken Einfluß erhielt das Selbstverwaltungsparlament ab 1816, als die Pfalz zum Königreich Bayern kam. König Maximilian I. Joseph ließ den ehemaligen Departementalrat wieder zusammenkommen und benannte ihn in "Landrath" um. Die Bayer. Regierung berief 20 Pfälzer Persönlichkeiten in den Landrath. Die erste Sitzung fand am 6. Dezember 1816 statt. Der Landrath setzte sich vehement für mehr Freiheit und ein höheres Maß an Selbständigkeit für die Pfälzer ein. U.a. waren fast alle Mitglieder des Landraths beim Hambacher Fest (1832) präsent.
Am 12. Juni 1919 wurde das Recht auf Selbstverwaltung der pfälzischen Gemeinden gesetzlich verankert. Dabei erhielt der Landrath die neue Bezeichnung "Kreistag". Das mühsam erkämpfte Selbstverwaltungsrecht der Pfälzer ging im Nationalsozialismus völlig unter. Nach dem 2. Weltkrieg trat das zwischenzeitlich in Bezirkstag umbenannte Parlament am 16. Januar 1950 erstmals wieder zusammen.
INFO: Referat für Öffentlichkeitsarbeit, Bismarckstr. 17, 67653 Kaiserslautern, Telefon: 0631 3647-121, www.bv-pfalz.de

Bibliotheka Bipontina
Zweibrücken, Bleicherstraße 3. Öffentlich-wissenschaftliche Bibliothek mit bedeutendem Altbestand.
ÖFFNUNGSZEITEN: Montag bis Freitag. 8 - 13 Uhr, Montag, Mittwoch, Freitag 14 - 17 Uhr.
INFO: Telefon: 06332 16403.

Biedershausen (PS)
zwischen Zweibrücken und Landstuhl, 284 Einwohner, 1316 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG Wallhalben

Biedesheim (KIB)
nordwestlich von Grünstadt, 661 Einwohner, 260 m NN, 782 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: In der Gemeinde kann man einige alte Fachwerkhäuser und vor allem Bauernhäuser aus der Zeit von ca. 1800 bis 1860 bewundern. In dieser Epoche entstanden auch der Pfarrhof (Hauptstr. 18), das ehem. Lehrerwohnhaus (Nr. 20) und der daran angebaute Glockenturm. Um 1100 wird erstmals eine Kirche St. Andreas urkundlich erwähnt. Diese bildet die Basis für das heutige Gebäude der Prot. Kirche (Ottersheimer Straße 3), das im Laufe der Jahrhunderte mehrfach baulich verändert wurde. So ist z. B. das Südportal auf das Jahr 1458 datiert. Der Saalbau wird ergänzt durch einen fast quadratischen Chor, einen schlichten Dachreiter (1965), der die Orginalglocke seines Vorgängers aus dem Jahre 1708 trägt, und eine kleine Vorhalle mit Holzaufbau. Im Chor findet man den Sandstein-Grabstein des Pfarrers Valentius, der 1532 starb. Die Orgel wurde 1874 von E. F. Walcker erbaut. Mitte der 1960er Jahre entdeckte man umfangreiche Wandmalereien aus dem späten Mittelalter, die allerdings erheblich erneuert bzw. renoviert werden mussten. Sehenswert ist außerdem der zehnteilige Passionszyklus, der vermutlich aus dem 15. Jahrhundert erhalten blieb. Der alte Friedhof (ca. 150 Jahre alt) schmiegt sich romantisch an das Kirchengelände an. Es sind noch einige wenige Grabsteine aus der Mitte des 19. Jhdts. zu sehen.
INFO: VG Göllheim

Bienwald
Ursprünglich "Bienenwald". Größeres Wald- und Landschaftsschutzgebiet (ca. 11 x 25 km), das im Norden von Kandel, im Osten von Wörth und im Süden von der Lauter begrenzt wird. Ein breiter Grundwasserstrom, reichlich Niederschläge, viele Senken mit undurchlässigem Untergrund sowie zahlreiche Bäche und Quellen sorgen für eine beständige Feuchtigkeit des Bienwaldbodens. Dies ermöglicht eine reichhaltige Flora. Flache Verkehrswege bieten sich für Radwanderungen an.

Bierkrugmuseum
Kaiserslautern-Morlautern, Zum Ellerbach 9. Das erste und einzige Bierkrugmuseum der Pfalz spiegelt in einer lebendigen Dokumentation zwei Jahrhunderte Trinkkultur wider. Die von Dieter Jung sorgfältig zusammengestellte Sammlung zeigt auf 40 qm rund 700 Exponate rund um den Bierkrug.
ÖFFNUNGSZEITEN: Montag bis Freitag 16 - 19 Uhr. Eintritt: frei.
INFO: Telefon 0631 73888.

Billigheimer Purzelmarkt
Billigheim-Ingenheim. Die Wurzeln dieses Volksfestes gehen auf die Verleihung der Jahr- und Wochenmarktsrechte durch König Friedrich III. im Jahre 1450 zurück. Aus dem ehem. Reiterfest entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte ein stimmungsvolles Volks- und Trachtenfest (3. Wochenende im September). Vermutlich ist der Purzelmarkt das älteste Volksfest der Pfalz.

Billigheim-Ingenheim (SÜW)
südlich von Landau, 3.992 Einwohner, 145 m NN. 1969 durch den Zusammenschluß der jetzigen OT Appenhofen, Mühlhofen, Billigheim und Ingenheim entstanden. Der OT Billigheim ist eine der ältesten Ansiedlungen im südpfälzischen Raum (693 erstmals urkundlich erwähnt), bekannt durch den Billigheimer Purzelmarkt. An die mittelalterliche Stadtbefestigung erinnern noch das Obertor (1468) sowie Reste der Stadtmauer und des Stadtgrabens. Der OT Ingenheim im Klingbachtal wird geprägt durch stattliche Bürgerhäuser, die von jüdischen Bürgern erbaut wurden. Im OT Appenhofen (744 erstmals urkundlich erwähnt) ist die kleine gotische Kirche (15. Jhdt.) sehenswert.
INFO: VG Landau-Land

Biosphärenhaus
Fischbach bei Dahn, Am Königsbruch 1. Die Einrichtung (seit 03.01.2000 offiziell geöffnet) informiert durch Ausstellungen, Aktionen und Programme über Mensch, Natur, Kultur und Landschaft des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Träger ist das „Fischbach-Forum“, ein Zusammenschluss des Landkreises Südwestpfalz, der Verbandsgemeinde Dahn und der Gemeinde Fischbach. Das Haus kann täglich gegen Eintritt besichtigt werden. Vom dazugehörigen Restaurant hat man eine gute Aussicht auf das Naturschutzgebiet Königsbruch. Eine besondere Attraktion ist der Baumwipfelpfad, der den Besuchern einen Spaziergang in der Wipfelregion der Bäume ermöglicht. Ein Holzsteg, der auch Rollstuhlfahrern zugänglich ist, schlängelt sich in 18 Metern Höhe durch das Kronendach eines Waldstücks. Der Steg ruht auf insgesamt 19 Stahlstämmen, die in abstrakter Weise an die Form von Bäumen erinnern. In dem fast 200 Meter langen Holzsteg sind Elemente integriert, die ein Gefühl der Höhe vermitteln. So besteht die Möglichkeit vom Steg aus auf schwankende Hänge-, Tau- und Seilbrücken zu wechseln, oder einen Turm zu ersteigen, auf dem in ca. 35 m Höhe ein Blick über die Baumwipfel möglich ist. Wer am Ende des Parcours nicht den normalen Ausgang benutzen möchte, der kann den Pfad auch per Baumrutsche verlassen und sich von 24 Metern Höhe damit einen spektakulären Abgang verschaffen.
ÖFFNUNGSZEITEN: April bis Oktober Montag 12 – 18 Uhr, Dienstag 9 – 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 9.30 – 18 Uhr. November bis März Montag bis Freitag 9 – 17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 9.30 – 17 Uhr.
INFO: Telefon 06393 9210-0. www.biosphaerenhaus.de

Biosphärenreservat Pfälzerwald/Vosges du Nord
Die Zusammenarbeit der beiden Naturparks Pfälzerwald und Vosges du Nord (Nordvogesen) wurde 1998 offiziell als erstes grenzüberschreitendes Biosphärenreservat der Europäischen Union von der UNESCO anerkannt und 2002 besiegelt. Biosphäre nennt man eine „belebte Umwelt“, also den Zusammenschluss von Mensch, Tier und Pflanze. In einem Biosphärenreservat wird das harmonische, nachhaltige Zusammenleben von Natur und Mensch zum gegenseitigen Vorteil angestrebt. Es handelt sich hier also nicht um ein für Menschen gesperrtes Schutzgebiet. Vielmehr wollen die Verantwortlichen erreichen, dass die Menschen den Pfälzerwald und die Nordvogesen besuchen und dabei erfahren, wie nützlich und wichtig die Natur für die Menschen ist und lernen, vorsichtig mit Tieren und Menschen umzugehen.
INFO: www.biosphere-pfaelzerwald-vosges.org

Birkenheide (LU)
zwischen Ludwigshafen und Bad Dürkheim, 3.254 Einwohner.
INFO: VG Maxdorf

Birkenhördt (SÜW)
3 km westlich von Bad Bergzabern an der B 427, 676 Einwohner, 320 m NN, 1317 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG Bad Bergzabern

Birkweiler (SÜW)
zwischen Landau und Annweiler, 717 Einwohner, 200 m NN, 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Am Fuße des Hohenbergs (562 m mit Hohenbergturm), Weinbau, ältestes Weinfest der Region. Sehenswertes: Fachwerkhäuser (16. - 19. Jhdt.).
INFO: VG Landau-Land

Birnbaum, Johannes von
geboren 1763 in Queichheim, gestorben 1832 in Zweibrücken. Der Jurist stand zunächst bis zum Ende des Jhdts. in Diensten Frankreichs. Danach prägte er als Richter in Trier und Zweibrücken die rheinland-pfälzische Rechtsentwicklung.

Bischheim (KIB)
östlich von Kirchheimbolanden, 730 Einwohner, ca. 230 m NN, 1173 erstmals urkundlich erwähnt. Hier beginnt das Zellertaler Weinbaugebiet. Den Grundstock für die Ev. Kirche bildete ein gotischer Bau (1719, Hauptstr. 2). Der Unterbau des Turms stammt aus dem Hochmittelalter. Das ehemalige Pfarrhaus ist noch heute ein stolzes Fachwerkhaus. Annexen: Heubergerhof, Heuberger Mühle, Kupfermühle, Pulvermühle.
INFO: VG Kirchheimbolanden, www.kirchheimbolanden.de

Bismarck, Otto von
der Jurist und Politiker wurde am 1.4.1815 in Schönhausen geboren und starb am 30.7.1898 in Friedrichsruh. Er wurde 1862 von König Wilhelm I. zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt. Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) bestimmte er maßgeblich die neue Reichsverfassung mit. Als Reichskanzler (1871 – 1890) ist er der engste Vertraute des 1871 zum Deutschen Kaiser ausgerufenen Wilhelm I. und nimmt damit eine zentrale Rolle im deutschen Reich ein. Er verfolgte eine eher friedliebende Außenpolitik und leitete soziale Reformen ein (unter anderen die gesetzliche Kranken-, Renten- und Unfallversicherung), weshalb er vom „einfachen“ Volk hohe Anerkennung erfuhr. Die Politik Bismarcks war offensichtlich ganz im Sinne der liberalen pfälzischen Bevölkerung, denn in der Pfalz wurde der Reichskanzler geradezu verehrt. Damit ist zu erklären, dass Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Bismarck-Denkmäler errichtet und mehrere Straßen und Aussichtstürme nach ihm benannt wurden. Bismarck wurde 1890 von Kaiser Wilhelm II. wegen persönlicher und politischer Differenzen abgesetzt. Doch der Kult ging weiter. Zu seinem 80. Geburtstag (1895) ernannten ihn 23 Orte in der Pfalz zum Ehrenbürger.

Bismarckturm
a) Bad Bergzabern: Der Aussichtsturm auf dem Liebfrauenberg ist von der Stadt aus in etwa 15 Minuten zu erreichen. Es handelt sich um eine 30 Meter hohe Holzkonstruktion, insgesamt 154 Stufen führen hinauf zur überdachten Aussichtsplattform. Dem Besucher des Turms liegt die gesamte Stadt zu Füßen, wobei leider der hohe Anteil an Dächern überwiegt. Vom ehemaligen Schloss sind die obere Etage und das Dach zu sehen, auf der entgegengesetzten Seite sieht man den Kurpark. Der Blick reicht über die Stadt hinaus weit in die Rheinebene bis jenseits des Rheins, wo man zahlreiche Industrieanlagen zwischen Karlsruhe und Philippsburg erkennen kann. Wie erreicht man den Turm? Vom Thermalbad her kommend biegt man etwa 150 m vor der am Gasthaus „Wilder Mann“ befindlichen Ampelanlage links ab in die Bismarckstraße (kleines Schild „Jugendherberge“), fährt ca. 200 m geradeaus bergan. Wo in einer scharfen Rechtskurve die Zeppelinstraße beginnt, kann man links in der Gasse den Wagen abstellen. Zunächst nimmt man den Wanderweg 21 (auf das kleine Schild „Zum Turm“ mit rotem Dreieck achten), der zuerst befestigt ist und dann in einen Waldweg übergeht. Nach ca. 250 m geht man dann auf dem Weg Nr. 2 bergan.
b) Bad Dürkheim: Seit 1903 steht auf dem Peterskopf (495 m) nordwestlich von Bad Dürkheim ein Aussichtsturm. Die gesamte Anlage, nach einem Entwurf des Architekten Friedrich Kunst (Karlsruhe) erbaut, ist ca. 40 m hoch. Der Turm besitzt einen breiten Unterbau mit einer offenen Halle und zwei großen, über Freitreppen zugängliche Hochterrassen in 15 m und 20 m Höhe. Von der zweiten Terrasse aus steigt der eigentliche Turm in die Höhe. Der Turm ist - wie einige andere um die Jahrhundertwende errichtete Türme - „dem großen Deutschen“ (= Inschrift auf Hallenbogen), Reichskanzler Bismarck, gewidmet. Eine Kupferplastik am Turm zeigt das Konterfei des Politikers. Im Osten breitet sich die Rheinebene mit unzähligen vorderpfälzischen Orten wie ein Teppich aus. Von links nach rechts kann man u.a. Worms (Dom), Frankenthal, Ludwigshafen mit BASF und Speyer (Dom) erkennen. Direkt unterhalb des Peterkopfs liegt Bad Dürkheim mit seinen Vororten. Durch das „Südfenster“ kann man die Klosterruine Limburg bewundern. Im Norden reicht die Aussicht bis zur Nordpfalz mit dem Donnersberg als markanten Punkt, im Westen weit über den Pfälzerwald mit Kalmit und Drachenfels. In der Ferne kann man bei klarem Wetter die Höhen von Schwarzwald, Hunsrück, Odenwald und Taunus ausmachen. Zur Orientierung: Die Seiten des Turms sind an den Himmelsrichtungen ausgerichtet: Der Treppeneingang liegt im Westen, die Öffnung der Halle im Osten, der Fernsehturm im Norden. Wie erreicht man den Turm? Ein Weg führt von der A 6 Mannheim - Kaiserslautern, Abfahrt Wattenheim, über Carlsberg, Altleiningen, Höningen (dort Rg. Bad Dürkheim) zum Forsthaus Lindemannsruh. Von der anderen Richtung her ist der Weg zum Forsthaus Lindemannsruh am Ortsausgang von DÜW-Leistadt (Richtung Bad Dürkheim) ausgeschildert (ca. 4 km). Vom großen Parkplatz des Forsthauses führen die markierten Wege Nr. 9 und 11 (kleines Hinweisschild an der Eiche) in etwa 10 Minuten hoch zum Bismarckturm. Der Turm ist am Wochenende, in den Sommerferien auch werktags offen. Auskünfte beim Drachenfels-Club (Werner Grün, Tel. 06322 8847). Falls Haupteingang geschlossen, ggf. Zutritt durch die Halle.
c) Landau: Der Turm am Rande des Luitpoldparks im Westen der Stadt Landau wurde 1910 von Hofrat Mahla gestiftet.
d) Landstuhl: Es gibt zwei markante Punkte, von denen man die Sickingenstadt herrlich überblicken kann: die Burgruine Nanstein und den Bismarckturm auf dem Kirchberg (371 m) westlich über der Altstadt. Der damalige Waldbesitzer Freiherr von Stumm-Halberg ließ den 18 m hohen Turm im Jahre 1900 errichten. Der saarländische Großindustrielle war mit Reichskanzler Bismarck befreundet. Deshalb ist an der zur Stadt gewandten Seite des Turmes der Reichsadler mit dem Bismarckwappen in gelbem Bliestaler Sandstein angebracht. 10 Stufen führen zum Eingang, weitere 74 Stufen zur Aussichtsplattform. Der Blick wandert natürlich zuerst in Richtung Südost zur Burgruine Nanstein. In gleicher Richtung in der Stadt die St. Andreas-Kirche (gelbes Schiff, Ziegeldach). Weitere markante Punkte sind das US-Gelände mit Sportplatz (Südwesten), das Kohlekraftwerk Bexbach (Bexbach), in Norden der Potzberg mit Aussichtsturm, Radarturm und Hotel (Nordwesten), Ramstein-Miesenbach (zwei weiß-braune Kirchtürme), Fernsehturm auf dem Schneeweiderhof (schlanke Betonsäule, rot-weißer Antennenmast), das Broadwaykino, US-Flugplatz, Donnersberg und die Hl. Geist-Kirche sowie die Stadt Kaiserslautern im Osten. Gut zu sehen sind auch die Autobahn (A 6) und die Eisenbahnlinie. Vor dem Turm findet man einen geräumigen Vorplatz mit mehreren Sitzbänken sowie einen Gedenkstein für Philipp Fauth (* 1867, + 1941, Lehrer und Astronom). Wie erreicht man den Turm? Von der A 6 kommend der Beschilderung Innenstadt folgen. Dort ist der Weg beschildert. Am „Pizza-Hut“ in die Luitpoldstraße Richtung US Hospital/Altenzentrum einbiegen. Nach wenigen hundert Metern steil bergan fahrend verlässt man die Stadt. Unmittelbar vor der Einfahrt zum US Hospital weist ein Schild nach rechts den Weg in den Wald. Auf einem Schotterweg erreicht man nach ca. 500 m einen kleinen Parkplatz. Von dort nimmt man den Wanderweg L 2 (am grünen Müllbehälter vorbei), der in rund 5 Minuten zum Turm führt (gut begehbar, keine besonderen Steigungen und weitgehend schattig).

Bissersheim (DÜW)
südöstlich von Grünstadt, am Eckbach, 469 Einwohner, 145 m NN, 774 erstmals urkundlich erwähnt, typisches pfälzisches Winzerdorf. Sehenswertes: Ev. Kirche (1755) mit Turm von 1350, Winzerhäuser (17./18. Jhdt.), Haltmühle (1739).
INFO: VG Grünstadt-Land

Bisterschied (KIB)
westlich von Rockenhausen, 284 Einwohner, 340 m NN, 1128 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die Ev. Kirche (1760) ist ebenso wie der Orgelprospekt weit über 200 Jahre alt. In der Hauptstraße bilden mehrere Anwesen aus dem 19. Jhdt. eine Denkmalzone.
INFO: VG Rockenhausen

Blaubach (KUS)
nördlich von Kusel, 462 Einwohner, 290 m NN, 1456 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO:VG Kusel

Blaues Haus
siehe „Theater Blaues Haus e.V.“

Blechhammer
Kaiserslautern. Weiher im Vogelbachtal, gern besuchtes Naherholungsgebiet, bekannt auch durch das ansässige Restaurant.

Blitzröhren
Battenberg. Naturdenkmal, braun-gelb-gefärbte, meist senkrecht stehende röhrenförmige Steingebilde.

Bloch, Ernst
geboren 1885 in Ludwigshafen, gestorben 1977 in Tübingen. Gehört zu den großen Philosophen des 20. Jhdts., geprägt von der marxistischen Theorie. Lehrte nach dem 2. Weltkrieg als Professor für Philosophie in Leipzig. Aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber der SED wurde er zwangsemigriert und kam 1961 in die BRD, wo er später an der Uni Tübingen lehrte. Hauptwerk: "Das Prinzip Hoffnung". Bloch erhielt 1967 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
INFO: www.bloch.de

Bobenheim a. Berg (DÜW)
südlich von Grünstadt, 837 Einwohner, 210 m NN, Winzerdorf. Sehenswertes: Ev. Kirche (14./15. Jhdt.), Kath. Kirche St. Nikolaus (1844).
INFO: VG Freinsheim, www.freinsheim.de

Bobenheim-Roxheim (LU)
nördlich von Frankenthal, 10.087 Einwohner, 92 m NN, Roxheim 755 erstmals urkundlich erwähnt, Bobenheim 991 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum.
INFO: Gemeindeverwaltung, Tel. 06239 82-0

Bobenthal (PS)
südöstlich von Dahn nahe der franz. Grenze, 342 Einwohner, 1348 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Fachwerkhäuser, Mühlrad. OT: St. Germanshof.
INFO: VG Dahn

Böbingen (SÜW)
Das vom Weinbau und von Landwirtschaft geprägte Dorf liegt 9 km östlich von Edenkoben, 672 Einwohner, 772 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswert: Pfarrkirche (1758), Ev. Kirche (1819), Fachwerkhäuser.
INFO: VG Edenkoben, www.boebingen-pfalz.de

Böchingen (SÜW)
5 km nordwestlich von Landau, 773 Einwohner, 206 m NN, 767 erstmals urkundlich erwähnt. Winzerdorf. Sehenswertes: In dem ehemaligen Schloss der Ritter von Zeiskam befindet sich eine Sektkellerei. Das "Haus der Südostdeutschen" (Heimatmuseum) ist Begegnungsstätte und Museum mit Erinnerungsstücken der aus der Batschka und dem Banat umgesiedelten Deutschen, deren Vorfahren z.T. unter Maria Theresia und Joseph II. aus der Pfalz ausgewandert waren. In der evang. Kirche steht eine Rokokoorgel.
INFO: VG Landau-Land

Bockenheim/Weinstr. (DÜW)
nördlich von Grünstadt an der B 271, 2.245 Einwohner, 150 m NN, 770 erstmals urkundlich erwähnt, nördlicher Anfangs- bzw. Endpunkt der Deutschen Weinstraße, Weinbau. Bockenheim entstand durch die Zusammenlegung der Gemeinden Groß- und Kleinbockenheim im Jahre 1956. Bekannt durch die Bockenheimer Mundarttage. Sehenswertes: Ev. Martinskirche (Turm ca. 1200, Wandmalereien aus dem 13. Jhdt. im Chor), Reste der Burg Emichsburg, St. Lamberts-Kirche (um 1710, Turm 12. Jh.), Heiligenkirche, Naturdenkmal "Katzenstein", Haus der Deutschen Weinstraße. INFO: VG Grünstadt-Land

Bockenheimer Mundarttage
Seit 1953 in Bockenheim durchgeführter pfälzischer Mundartdichter-Wettstreit (3. Samstag im Oktober), der in besonderer Weise zur Pflege des Dialekts beiträgt.

Böhämmer
Frühere volkstümliche Bezeichnung für die Bergfinken, die auf ihrem Weg in den Süden in den Wäldern der Südpfalz Station machten. In der Nacht gingen die Einheimischen mit Blasrohren auf die Jagd nach den in den Bäumen schlafenden Vögeln. Seit 1906 ist die Böhämmerjagd verboten.

Böhl-Iggelheim (LU)
zw. Speyer und Bad Dürkheim, 10.701 Einwohner, 780 (Böhl) bzw. 991 (Iggelheim) erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Fachwerkbauten (18. Jhdt.), Rathaus (1569) mit Heimatmuseum in Iggelheim, Vogelpark.
INFO: Gemeindeverwaltung, Telefon 06324 708-0. www.boehl-iggelheim.de

Bolanden (KIB)
südlich von Kirchheimbolanden, 2.425 Einwohner, 230 m NN, das Jahr 1129 wird als Gründungsdatum des Ortes angenommen. Der Weierhof (835) mit der bekannten Schule sowie der Bolanderhof (Anfang 12. Jhdt.) an der B 40 sind eigentlich die ältesten Teile dieser Gemeinde. Sehenswertes: Bedeutung gewann die Ansiedlung durch das mittlerweile teilweise wieder restaurierte Kloster Hane. Von der Burgruine Neubolanden auf dem Schlossberg sind nur noch geringe Reste erhalten. Sie war Anfang des 13. Jhdts. errichtet, 1525 im Bauernkrieg zerstört, danach wieder aufgebaut und 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört worden.
INFO: VG Kirchheimbolanden. www.kirchheimbolanden.de

Böllenborn (SÜW)
4 km westlich von Bad Bergzabern, 283 Einwohner, 330 m NN, 1345 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde. Sehenswertes: Historische Marienwallfahrtskirche (14. Jhdt.) mit barockem Dachreiter. OT: Reisdorf.
INFO: VG Bad Bergzabern.

Bölts, Udo
geboren am 10. August 1966 in Rodalben, wohnt in Heltersberg, erfolgreicher Radsportprofi (seit 1989). Seine Radsportlaufbahn begann, wie die seines Bruders Hartmut, beim Radsportverein Schopp. 1984 kam er zum RC Olympia Dortmund, 1989 wechselte er ins Profilager zum Team Stuttgart, seit 1992 gehörte er zum Team Telekom, mit dem er 1997 die Tour de France gewann. 2002 wechselte er zum Team Gerolsteiner. Er war mehrmals Gewinner oder Etappensieger bei bedeutenden Radrennen. 1990, 1995, 1999 wurde er Deutscher Profimeister. Sein Ausspruch „Quäl dich, du Sau“, mit dem er seinen Teamkollegen Jan Ullrich 1997 quasi zum Sieg bei der Tour de France motivierte, ging weltweit durch die Presse.

Bornheim (SÜW)
nordöstlich von Landau, 1.294 Einwohner, 884 erstmals urkundlich erwähnt, Weinbauort.
INFO: VG Offenbach a. d. Queich

Börrstadt (KIB)
nahe der B 40 zw. Kaiserslautern und Kirchheimbolanden, 948 Einwohner, 891 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Durch die Börrstadter Gartenbahn ist der Ort weit über die Region hinaus bekannt geworden. Weitere Besonderheiten in Börrstadt sind mehrere Fachwerkhäuser, die Kath. Kirche St. Nikolaus (um 1800, Turm 1904), eine Wallfahrtskapelle und das ehem. Forsthaus im Hahnweilerhof mit Habsburger Wappen (17. Jhdt.). Der 2003 eingeweihte Rechenmacher-Brunnen, von Eugen Windecker aus Edelstahl gestaltet, erinnert an dieses in Börrstadt traditionelle Handwerk. INFO: VG Winnweiler

Börrstadter Gartenbahn
Börrstadt. Die von Karl-Heinz Jung erbaute, Deutschlands größte Modelleisenbahn mit Personenbeförderung, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit jungen Kindern. Der Fahrbetrieb erfolgt mit originalgetreu nachgebauten Dampflokmodellen im Börrstadter Freizeitgelände hinter der Gemeindehalle.

Börsborn (KUS)
südlich von Kusel, östlich von Brücken, 398 Einwohner, 310 m NN, 1480 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG Glan-Münchweiler

Bosenbach (KUS)
östlich von Kusel, 832 Einwohner, 260 m NN, 945 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Wolfskirche.
INFO: VG Altenglan

Bottenbach (PS)
westlich von Pirmasens nahe der franz. Grenze, 739 Einwohner, 1150 erstmals urkundlich erwähnt, mehrmals zum schönsten Dorf des Landkreises gewählt. Sehenswertes: Die alte Schule sowie einige Bauernhäuser im fränkischen Stil stehen unter Denkmalschutz. Der alte Glockenturm stammt aus dem 12. Jhdt.
INFO: VG Pirmasens-Land

Braut und Bräutigam
Dahn. Dieses Felsengebilde ist durch seine auffällige Form weithin bekannt. Die beiden Felsentürme, die sich wie Zwillinge bzw. wie Braut und Bräutigam gegenüberstehen, sind auch ein beliebtes Ziel für Kletterer.

Breitenbach (KUS)
Grenzdorf zwischen der Pfalz und dem Saarland nordwestlich von Waldmohr, 2.125 Einwohner. Obwohl erst 1329 erstmals urkundlich erwähnt, belegen Funde, dass die Gegend bereits in römischer Zeit besiedelt war. Forscher schätzen die Anfänge der Gemeinde in der Mitte des 9. Jahrhunderts. Zwischen 1738 und 1953 arbeiteten viele Männer in den örtlichen Gruben. In der Nähe liegt der 469 m hohe Eulenkopf. Sehenswertes: Bergmannsbauernmuseum.
INFO: VG Waldmohr, www.waldmohr.de

Bremerhof
Gehöft, heute Ausflugslokal (299 m NN) in Kaiserslautern, das bereits 1222 als Besitz eines Klosters urkundlich erwähnt wird.

Breunigweiler (KIB)
südlich von Kirchheimbolanden, an der Pfrimm gelegen, 459 Einwohner, 270 m NN, 1130 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die Ev. Kirche stammt aus dem Jahre 1766 (Turm 1822).
INFO: VG Winnweiler

Brezelfest
Speyer. Die Brezel (lat. Bracellum = das Ärmchen) wurde von Mönchen „erfunden“, die mit einem neuen Gebäck mehr Abwechslung in die Fastenzeit bringen wollten. Deshalb erinnert die Form an ineinander verschlungene, betende Arme. Mit der Erfindung der Brezel genoss die Speyerer Bäckerzunft in früheren Zeiten besondere Privilegien. Über viele Jahrhunderte hüteten die Speyerer Bäcker ihr Geheimnis der Brezelherstellung. Seit 1910 wird nun jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juli u. a. mit einem großen Festzug und einem Jahrmarkt das Fest "rund um die Brezel" gefeiert.

Briegel, Hans-Peter
Der 72fache Fußball-Nationalspieler stammt aus Rodenbach. Die "Walz aus der Pfalz" spielte als Profi beim 1.FC Kaiserslautern, Hellas Verona und Sampdoria Genua.

Bruchmühlbach-Miesau (KL)
zwischen Landstuhl und Homburg an der B 40, 7.752 Einwohner, vermutlich 1364 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort entstand 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Bruchmühlbach, Elschbach, Miesau und Vogelbach. Sehenswertes: Freiheitslinde (17. Jh.), Kath. Kirche St. Maria Magdalena (1864), Prot. Kirche (1738) im OT Miesau, Naturdenkmal „Elendsklamm“, Grabhügel (800 - 300 v. Chr.), Simultankirche St. Philipp und Jakob (Ende 12. Jhdt.) im OT Vogelbach.
INFO: VG-Verwaltung, Telefon 06372 922-000. www.bruchmuehlbach-miesau.de

Bruchweiler-Bärenbach (PS)
ca. 6 km südlich von Dahn, 1.766 Einwohner, 967 (Bärenbach) bzw. 1450 (Bruchweiler) erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG Dahn

Brücken (KUS)
südlich von Kusel, Richtung Waldmohr an der B 423, 2.370 Einwohner, 260 m NN, 1330 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Diamantschleifermuseum.
INFO: VG Schönenberg-Kübelberg. www.bruecken-pfalz.de

Brunck, Dr. Heinrich von
1847 in Winterborn geboren, am 4. Dezember 1911 in Ludwigshafen gestorben, Chemiker und vielfach geehrter Wissenschaftler bei der BASF, seit 1884 technischer Direktor. Ihm gelang die Durchführung der Indigo-Synthese. Ihm haben wir die Verbreitung der Blue-Jeans zu verdanken. Diese blaue Farbe konnte man nämlich bis dahin nur mit hohem Aufwand und in kleinen Mengen aus einer bestimmten Pflanze gewinnen. Dr. Brunck gelang es, die Farbe synthetisch, also durch ein chemisches Verfahren herzustellen. Damit trug er in erheblichem Maße zu der furiosen Entwicklung der BASF bei. Wegen seines gemeinnützigen und wohltätigen Handelns geachtet, gilt er in der BASF als der „Vater der betrieblichen Sozialfürsorge“. 1871 heiratete er in Großkarlbach Emilie Barbara Wilhelmine Fitting. 1905 wurde er in den Adelsstand erhoben (Heinrich Ritter von Brunck) und zwei Jahre später zum Geheimen Kommerzienrat ernannt. Der Ehrenbürger von Kirchheimbolanden machte sich unter anderem um die Neugestaltung des Schlossgartens in Kirchheimbolanden verdient. Dort fand er auch seine letzte Ruhestätte.

Brunnenstollen
Lemberg. Auf dem Gelände der ehemaligen Burg Lemberg wurde der Stollen freigelegt, durch den die Burg im 13. Jhdt. mit Wasser versorgt wurde. Der Brunnenstollen ist für Besucher zugänglich. In einer Tiefe von etwa 58 Metern kann man besichtigen, wie im Mittelalter Brunnen gebaut wurden. ÖFFNUNGSZEITEN: Ab April samstags von 14 bis 17 Uhr.

Brunnenstollen
Trippstadt. 365 m lange Wasserversorgungsanlage, die 1767 mit Bergmannstechnik durch einen Sandsteinfelsen getrieben wurde, um aus einem oberhalb des Dorfes gelegenen Quellgebiet Wasser für den Ort herbeizuleiten. Von Mai bis September sind Führungen möglich.
INFO: Verkehrsamt, Tel. 06306 341.

Bubenheim (KIB)
südöstlich von Kirchheimbolanden, 467 Einwohner, 200 m NN, 1140 erstmals urkundlich erwähnt. In dem Ort am Ammelbach im Violental, zu dem auch ein Vogelschutzgebiet gehört, wird u.a. Weinbau betrieben. Sehenswertes: Der Große Hof, ein ehemaliger Hof des St. Martin-Stifts in Worms, wurde vermutlich im Mittelalter erbaut. Sehenswert ist das gotische Torhaus (15. Jhdt.) mit dem davorstehenden Kruzifix. Der prot. Glockenturm schräg gegenüber wurde 1904 als protestantischer Läutturm im Stile der Neuromanik fertiggestellt. Die Kath Kirche St. Peter (Kirchgasse 3) ist 1163 auf der Basis einer viel älteren Kirche von Gottfried von Beselich von Grund auf neu erbaut worden. Das an der Vorderseite reich gegliederte Bauwerk ist der älteste Sakralbau der Nordpfalz und gehört zu den wenigen in ihrer Ursprungsform erhaltenen Kirchen der Pfalz. An das Kirchenschiff mit zwei Fensterachsen und Satteldach schließt sich ein quadratischer Chor an, der um eine halbkreisförmige Apsis erweitert ist. Der Turm ist mit einem achtseitigen barocken Dachreiter gedeckt. Ein Schmuckstück ist der pokalförmige Maßwerk-Taufstein mit Löwensockel (um 1500). Im linken Chorpfeiler findet man eine in dieser Form seltene Inschrift, die in lateinischer Sprache auf den Erbauer der Kirche hinweist. In Ritztechnik ist der Baumeister „Godefried“ im Priestergewand dargestellt. Im daneben liegenden alten Friedhof kann man noch einige handwerklich beachtenswerte Grabsteine aus dem 18. Jh. entdecken.
INFO: VG Göllheim

Buborn (KUS)
südwestlich von Lauterecken, 157 Einwohner, 1120 erstmals urkundlich erwähnt.
INFO: VG Lauterecken

Büchelberg (GER)
südwestlich von Wörth, mitten im Bienwald, 1692 begründet, heute Stadtteil von Wörth

Bundenthal (PS)
ca. 8 km südlich von Dahn, 1.154 Einwohner, 1290 erstmals urkundlich erwähnt, besteht aus den zwei alten Ortsteilen Bundenthal und Finsternheim. Sehenswertes: Wehrkirche St. Peter und Paul (Fachwerkaufsatz auf dem Turm), Fladenstein mit geologischem Lehrpfad.
INFO: VG Dahn. www.bundenthal.de

Buntsandstein
Zahlreiche Felsen und auch Burgen im Pfälzerwald bestehen aus dem markanten rötlich-bunten Sandstein. Der Buntsandstein entstand vor etwa 200 Mio. Jahren. Damals war das Gebiet des Pfälzerwaldes von gewaltigen Strömen überflutet, die mächtige Sand- und Geröllmassen hier ablagerten. Die aus Quarzsand bestehenden Schichten wurden unter gewaltigem Druck eines später darüberliegenden Meeres und mit Hilfe von Kieselsäure und tonigen Bindemitteln zum Buntsandstein. Der Sandstein ist zum Teil hellrot und zum Teil dunkelrot und oft auch von blaßgelben und bräunlichen Schichten durchzogen. Besonders häufig findet man Buntsandsteinfelsen im Dahner Felsenland.  

Burgenmuseum Dahn
Dahn (Burg Altdahn). 1987 eröffnete der rheinland-pfälzische Kultusminister das vom Dahner Burgenverein in mühsamer Kleinarbeit erbaute Burgenmuseum. Wertvolle Funde, die während der Ausgrabungen an den Burgruinen sichergestellt wurden, sind hier zusammengetragen. So z. B. eine Ritterrüstung, eine Taschensonnenuhr aus Elfenbein mit eingebautem Kompass, Münzen, Waffen, Spielzeug und Keramikgegenstände. Anhand eines Modells kann man sich ein Bild von der einstigen Größe der Burgenanlage machen.
ÖFFNUNGSZEITEN: Karfreitag bis November täglich 11 - 17 Uhr.
INFO: Telefon 06391 3650 oder Tourist-Info, Telefon 06391 5811.

Burgey, Erwin
Mundartdichter aus Bolanden, geboren 21. März 1923, gestorben 23. Januar 2009.

Burgmuseum
Wattenheim, Carlsberger Str. 21. Aus Pappmaché, Haushaltsrollen und sonstigem Verpackungsmaterial hat Arnulf Schott in über 25 Jahren Bauzeit ein ca. 40 qm großes Burgenmodell errichtet. Die „Trutzegge-Loewenstein“ hat eine selbstentwickelte Architektur mit zahlreichen Toren, Türmen und Burgteilen.
ÖFFNUNGSZEITEN: nach Vereinbarung. Eintritt frei.
INFO: 06356 6334.

Burgspiele Landstuhl
Landstuhl. Seit 1963 führt die Pfälzer Heimatbühne im Hof der Burg Nanstein von Juni bis August am Wochenende Theaterstücke auf. Träger der Burgspiele sind die Heimatfreunde Landstuhl e.V.
INFO: VG-Verwaltung Landstuhl, Telefon 06371 830.

Bürkel, Heinrich
geboren 1802 in Pirmasens. Der Maler siedelte 1822 nach München über und wurde dort durch Ausstellungen weithin bekannt. Seine Bilder verkauften sich gut, er wurde Ehrenmitglied der Akademien in Bayern, Dresden und Wien. Er stellte hauptsächlich Landschafts- und Tierbilder her, bei denen ihm reale Landschaften und einfache Bürger als Motive dienten, die er in verklärter Form zu idyllischen Kompositionen zusammenfügte. Einige Werke von ihm werden in der Bürkel-Galerie im Pirmasenser Heimatmuseum gezeigt. Er starb 1869.

Burrweiler (SÜW)
Wein- und Wallfahrtsort 7 km südwestlich von Edenkoben, 885 Einwohner, 250 m NN, 1210 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde an der Weinstraße. Sehenswertes: Grabmäler (17. Jh.) in der Dorfkirche (1525), altes Hoftor am früheren Amtshaus der Grafen von Leyen (Winzergaststätte), Deutsches Ofenmuseum, Wallfahrtskapelle St. Anna auf dem Annaberg (Wallfahrten im Juli/August dienstags). INFO: VG Edenkoben, www.burrweiler.de

Bürstenbindermuseum
Ramberg, Hauptstraße 20. Im Haushalt benutzt man ständig Bürsten, Besen oder Pinsel und man kann sich vorstellen, dass es Maschinen gibt, die täglich viele tausend Stück mit Kunststoffborsten produzieren. Aber wer hat früher diese Teile hergestellt? Eine erste Adresse war Ramberg in der Südpfalz. Bis ins Rheinland, Belgien, Holland, Frankreich und Polen zogen die „Ramberger Bürstenhändler“, um dort die Besen und Bürsten zu verkaufen, die zu Hause in mühseliger Handarbeit gemacht worden waren. In dem modernen, 1997 eröffneten Museum wird dieser Erwerbszweig anschaulich und umfassend vorgestellt. Ausstellungsschwerpunkte: Bürsten-, Besen- und Pinselproduktion von der Handarbeit im 18. Jhdt. bis zur Mechanisierung im 20. Jhdt. - Funktionsfähige Maschinen und techn. Hilfsmittel wie Mischmaschine, Bohrer, Stanzen, Spindelmaschine - Von der Buchecke bis zur Bürste - Originalausstattung eines Ramberger Bürstenhändlers - Ramberger Famiienleben von 1780 bis 1960 - Alte Schuhmacherwerkstatt - Bekannte Ramberger Persönlichkeiten - Der Wald und die Jagd rund um Ramberg - Infos zur Ortsgeschichte sowie über die Burgen Ramburg, Neuscharfeneck und Meistersel
ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch, Samstag, Sonn- und Feiertag 14 - 17 Uhr
INFO: Heimat- und Museumsverein, Telefon 06345 407930 oder 1555.

Busenberg (PS)
ca. 5 km südöstlich von Dahn, 1.409 Einwohner, 1135 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Burg Drachenfels.
INFO: VG-Verwaltung Dahn